Gib deinem Leben die Chance sich zu entfalten

Kennst du das – Du hast ein Ziel vor Augen, hast dir eine Richtung in den Kopf gesetzt und nun scheint sich nichts mehr zu bewegen. Wenn du dabei bist, deinem kleinen Ego mit aller Gewalt einen Gefallen zu tun, wenn du sozusagen mit dem Kopf durch die Wand willst, obwohl alle Anzeichen gegen dich zu sein scheinen, dann forderst du nicht nur dein Schicksal heraus. Du forderst auch deine Seele dazu auf, dir Einhalt zu gebieten, wenn deine Idee oder dein Weg nicht dem entspricht, was dem Plan deiner Seele nahe kommt. Wenn du immer wieder versuchst am Gras zu ziehen, damit es schneller wächst, wirst du es Stück für Stück mit den Wurzeln ausreißen, bis eines Tages nur noch sandiger Boden überbleibt.

Streite nicht mit dem Leben um das, was dein Ego will, wenn deine Seele eine andere Richtung kennt und dir zeigt.

In unserer Zeit von höher, schneller, weiter sind wir alle auf Aktion und Reaktion getrimmt. Jeder glaubt, wenn nichts zu tun ist, bewegt sich auch nichts. Dieser übereifrige Aktionismus steht womöglich dem Plan deiner Seele nach Ruhe vollkommen konträr gegenüber und du wunderst dich gerade, wieso deine ganze Energie irgendwie verpufft.

Bei manchem Plan in deinem Leben steht nicht deine Seele hinter der Aktion, sondern ein verletzter Anteil in dir, oder eine Angst davor, dein Leben zu vergeuden. Diese Angst sitzt so tief, und ist so verborgen, dass sie dir nicht einmal bewusst ist. Die Angst, nicht für das geliebt zu werden, was du in die Welt bringen könntest zermürbt dich. Sie lässt dich bei jedem Schritt zweifeln und du versucht aus diesem Zweifel heraus noch mehr zu geben.

Was würde geschehen, wenn du einmal nichts tust? Wenn du dir eine Woche, oder zwei einfach mal Ruhe gönnst, um die Schatten der Angst in dir hochkommen zu lassen. Um nicht wie bisher wild um dich schlagend dem Plan deiner Seele die Stirn zu bieten und insgeheim zu behaupten, dass du mehr wissen und es besser machen könntest als Gott, oder deine Seele. Ja ich weiß, dies wäre eine große Herausforderung, auch für mich ist dies oftmals so. Und wenn ich spüre, dass mich wieder einmal so eine Welle erfasst, bin ich dankbar für den winzigen Augenblick, in dem ich mich daran erinnere, nicht alles wissen zu müssen. Dieser Moment ist manchmal so kurz und so subtil, dass er dir zu Beginn oft durch die Lappen geht. Doch mit etwas Übung wirst du schon bald bemerken, wie er sich dir zeigt, und welch eine Last dir damit von den Schultern genommen wird. Es ist kaum zu Glauben, und doch wirst auch du es in dem Moment so empfinden.

Vertraue darauf und glaube daran, dass deine Seele einen größeren Plan hat.

Der Moment in dem du erkennst, dass du nicht göttlicher sein musst als Gott oder nicht heller scheinen kannst als deine Seele selbst, wird dir Frieden bringen. Es kann jedoch auch sein, dass sich in diesem ersten Moment so viel Anspannung löst, dass du unvermittelt in Tränen ausbrichst, oder dich fühlst, als würde dir etwas weggenommen. Wenn du in diesem Gefühl bleibst wird es sich verstärken, und wenn du sanft dort hinein atmest, kannst du schon bald spüren, wie es sich auflöst. Wie es sich verwandelt. Wie Frieden einzieht und die Entspannung sich Raum nimmt.

Du musst nicht auf Biegen und Brechen deinen Plan durchsetzen. Du darfst Freude dabei haben, auch wenn dich der Plan herausfordert. Du darfst Lachen und spüren, wie leicht es sein kann, auch wenn es anstrengend ist. Wenn sich diese Freude und das Lachen nicht einstellen und dein Plan eher einem Kampf ähnelt, dann solltest du loslassen. Du solltest deine Hände öffnen und dir (nur für dich) eingestehen, ich habe versucht Gott zu beweisen, dass ich es besser kann, dass ich mein Leben besser kenne. Übrigens – ersetze das Wort Gott doch mal mit Mama oder Papa und schau, was geschieht. Es kann durchaus geschehen, dass sich hier ein keines verletztes Kind zeigt, was sich von Vater/Mutter nicht gesehen oder wertgeschätzt fühlt.

Du musst nicht krampfhaft versuchen etwas zu verändern, es „reicht“ wenn du akzeptierst, dass du manchmal nichts ändern kannst und sich dadurch ALLES verändert.

Wenn du immer wieder versucht etwas zu verändern kann das aus der Angst heraus entstehen, dass du dich nicht gut genug fühlst. Verändern, optimieren und weiterkommen sind ein Aspekt von Entwicklung, jedoch macht es einen Unterschied, aus welchem emotionalen Hintergrund du diesem Weg folgst. Und wenn du mal nicht weißt, ob du deinem Drang nach vorne zu streben vertrauen sollst, weil sich eine alte Angst zeigt, wäre es an der Zeit dich im Akzeptieren zu üben. Ganz oft verurteilen wir uns nämlich dafür, wenn wir mal nicht wissen wohin die Reise geht. Wenn wir nicht wissen, wie der nächste Schritt aussehen könnte. Dies sind Hinweise loszulassen. Hinweise darauf, dass es an der Zeit ist zu vertrauen. Auch im Nichtwissen. Akzeptieren was ist bedeutet nicht alles hinzunehmen, es fordert dich hingegen auf, genau zu betrachten, was in deinem Leben ist. Denn nur so kannst du erkennen, welche Richtung der nächste Schritt haben könnte. Und wenn du damit beschäftigt bist dem kleinen Plan deines Ego zu folgen, wenn du dich im Kampf ums Überleben verstrickt hast, kannst du nicht erkennen, was deine Seele dir zeigen möchte.

Wenn du die Möglichkeit akzeptierst einmal nicht zu wissen wohin die Reise geht und dabei achtsam bist, was sich in dir zeigt, wird sich dein Leben in entscheidender Weise verändern. Denn dann kann es beginnen sich zu entfalten. Denn dann bist du bereit, die Hinweise auch erkennen zu wollen. Dann kann sich deine Seele in der Weise ausdrücken die du verstehst und die dir einen neuen Weg zeigt.

great blessings

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

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© Sirut Sabine Haller

8 Kommentare

  1. Liebe Sirut Sabine
    Wow, es kommt doch immer alles genau zum richtigen Zeitpunkt in unser Leben. So wie Dein Blogartikel😃

    Genau an diesem Punkt stehe ich gerade, Ich habe mal einfach 3 Wochen etwas gemacht, ohne Plan und Ziel. Einfach weil ich gespürt habe, das Veränderung im Anzug ist. Ich habe losgelassen und einfach geschaut was passiert. Und ich kann Dir sagen – da sind unglaubliche Dinge geschehen. Einfach nur WOW. Ich berichte darüber auf meinem FB-Profil. Wenn Du Lust hast, freue ich mich, wenn Du mal reinschaust😉

    Herzliche Grüsse
    Monika Eleisa

    • Wow … ja liebe Monika Eleisa,
      die Zeit ist reif, und wir alle sind offen um das zu empfangen, was uns unterstützt.
      Klasse was du da machst. Hattest du vorab auch ein wenig Angst, oder bist du gleich mutig in die Vollen gesprungen?
      Gerade zu Beginn so einer Phase ist es ja schon eine Gratwanderung zwischen Mut und Angst.
      GLG
      Sirut Sabine

      • Liebe Sirut Sabine

        Nein, Angst hatte ich nicht, eher Neugierde auf das was passieren würde. Ich wollte weg von „Sollen“ und „Müssen“. Irgendwo hakte es überall und ich trat auf der Stelle. Ich spürte dass Veränderung ansteht, also Hab ich dem Raum gegeben sich zu entwickeln. Und siehe da, wundervolle Dinge passierten😀

        Es ist oft einfach das einzig Richtige, stehen zu bleiben, tief Luft zu holen und den Dingen seinen Lauf zu lassen.

        LG
        Monika Eleisa

      • oh ja, das „sollen“ und „müssen“ 😀
        Das mit dem Mut und der Vorfreude was sich verändern wird kenn ich auch. Die schwemmt die Angst ganz schnell fort.

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