Die Angst vor deiner Angst

NICHTS bewegt dein Leben so sehr wie deine Angst.

NICHTS hat eine solche Macht über dich!

In jedem Moment versucht du das Glück zu finden, du versuchst dabei vielleicht auch deinen Ängsten zu begegnen. Mancher versucht sie zu verleugnen und fällt dann in das genaue Gegenteil, wird leichtsinnig und setzt sich Gefahren aus. Es kann ja sein, dass diese Gefahren dich erst spüren lassen, dass du lebst. Dass du dem Leben lauthals zurufen kannst – Sieh, ich habe keine Angst vor dir!

Ich habe mich in den letzten Tagen sehr intensiv mit meinen eigenen Ängsten befasst, auseinandergesetzt, und mich mit ihnen an einen Tisch gesetzt. Alles was uns so im Leben begegnet, möchte uns mit dem Ursprung der Angst in uns verbinden.

Naja, vielleicht nicht wirklich alles, und dennoch SEHR viel von dem was uns so täglich begegnet, macht Angst. Das muss jetzt nicht die riesengroße Angst ums eigene Überleben sein, und doch ist sie nicht weniger oft der Grund, wieso die kleinen Ängste so schnell Macht über dich bekommen.

Eine weitere Angst – und diese kennen bestimmt sehr viele – ist die Angst vor der eigenen Größe. Wurde uns doch zeitlebens eingebläut, sei bescheiden, nicht so vorlaut, teile, nimm dich zurück, helfe hier und da, es geht nicht immer nur um dich.

Die Facetten der Angst sind so vielfältig, so kraftvoll und subtil in ihrer Ausdrucksform, dass manche Angst gar nicht als solche erkannt wird.

Ein Beispiel aus meinem Leben ist, ich bin sehr genau, sehr pünktlich und möchte gern alles 100%ig machen. Die Angst dahinter könnte eine Angst vor Unzulänglichkeit sein, oder Wertlosigkeit, oder mangelndem Selbstvertrauen. Genau diese Ängste kompensieren wir alle gerne damit, dass wir uns eben wissend, selbstlos, pünktlich oder übereifrig zeigen und geben.

Scheinbare Tugenden, die dennoch zu einem großen Teil eine alte Angst zu verbergen suchen.

Meine Arbeit beruht ja auf dem Satz: wenn das alte Leben vorbei ist, beginne einfach nochmal neu – und auch diese Energie fordert dich immer wieder dazu auf, deinen Ängsten zu begegnen.

Klar ist die Versuchung groß, mit dem Ende von etwas altem, auch die damit einhergehende Angst „vergessen“ oder loslassen zu wollen, doch so einfach ist das nicht. Diese Angst ist ja zugleich der Auslöser deiner Veränderung. JA! Sie ist es, die dir die Frage stellt: Soll das jetzt alles gewesen sein? Gibt es da nicht noch mehr für mich im Leben? Woher komme ich? Wo ist wirklich MEIN Platz?

Es sind Fragen, die dich dazu herausfordern, dein Leben neu zu betrachten. Fragen, die gleichsam deine Ängste ans Licht befördern. Und zwar ALLE Ängste. Ob sie nun zum Thema gehören oder nicht. Wenn du deiner Angst schon die Tür durch eine Veränderung öffnest, dann möchte sie doch bitte auch mitspielen dürfen.

Jedoch sind viele auch hier davon geprägt, die Angst so schnell als möglich zu überwinden, um – in einer Veränderung – eben das Neue, das positive zu sehen. Würden wir dies nicht sehen, wären wir womöglich nicht bereit zu gehen. Und doch ist es auch hier wieder die Angst, die dir die Kraft gibt neue Wege zu gehen. Oder geben sollte, wenn du bereit bist ihr zu begegnen und dich nicht von ihr in die Tiefe der Erstarrung ziehen lässt.

Über die vielen Stationen meines Lebens habe ich ja schon öfter geschrieben, und so, wie ich heute diese Worte finde, so spüre ich sehr deutlich, dass es wichtiger denn je ist, sich mit der eigenen Angst bekannt zu machen. Ja, bekanntmachen, das genügt erst einmal.

Denn solange du vor ihr davon läufst, solange du sie verleugnest oder abstreitest, ist sie wie ein dunkler schwarzer Schatten, der nur darauf wartet dich hinterrücks zu überfallen. Deine Angst wird zum Schatten, der in den unterschiedlichsten Formen dein Leben bestimmt, und du bist verwundert darüber, dass du scheinbar von außen gelenkt wirst. Nein, nicht von Außen, es ist der Schatten der Angst in dir, der dir dieses Schauspiel im Außen inszeniert.

Du kannst wie bisher darauf verzichten, deine Angst kennenzulernen, du kannst dich weiterhin vor ihr verstecken, doch sie wird dich finden. Und zwar in dem Moment, wo du am wenigsten darauf vorbereitet bist.

Dein einziger Schutz hierbei ist es, deine Angst zu kennen, damit du sie erkennen kannst, wenn sie sich mit anderen Aspekten in dir verbindet und einer Meuterei gleich, das Ruder deines Lebens an sich reißt.

Und auch hier greift dann die Kraft des oben erwähnten Leitsatzes meiner Arbeit – Wenn das alte Leben vorbei ist, beginne einfach nochmal neu.

Wenn du die Geschichte deiner Angst kennst, kannst du neu entscheiden, welchen Weg du gehen willst. Und mit diesem neuen Weg zeigen sich sicher neue Ängste, und diesmal bist du womöglich bereiter ihnen zu begegnen. Denn so eine alte Geschichte der Angst ist wie ein altes Leben. Wenn du das Spiel einmal durchschaut hast, kannst du es beenden und nochmal neu beginnen.

great blessings

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

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© Sirut Sabine Haller

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