Die Konzepte von Schuld und Pech

Die Konzepte von Schuld und Pech sind eigens dafür erstellt, um dich in einem Opferbewusstsein gefangen zu halten.

Schuld und Pech sind leichter zu verteilen, als dich selbst in der Verantwortung deines Lebens zu sehen. Es ist einfach den Umständen, dem Leben, dem Partner, dem Chef oder der Familie die Schuld für dein trauriges Leben zu geben.

Von der kirchlichen Seite gesehen sind wir ja alle in einem Bewusstsein der Ursünde erzogen und geprägt worden. Eva hat Schuld weil sie den Apfel gegessen hat, und Adam hat Schuld weil er ihr folgte.

Bei jeder Verteilung der Schuld auf andere stellt sich insgeheim die Frage – Wo will ich keine Verantwortung übernehmen? – Wo wähle ich den leichteren Weg, auch wenn er innerlich Unbehagen bereitet weil ich doch weiß, dass ich eine Entscheidung hätte treffen müssen? Mit diesem innerlichen Unbehagen heben wir den Finger und zeigen auf andere. Der ist schuld. Sie hat uns in Versuchung geführt. Meine Eltern sind schuld, meine Kindheit.

Ja es stimmt, dass die ersten Jahre der Kindheit prägend sind und das wir lange Zeit von unseren Eltern abhängig sind. Doch heute als erwachsener Mensch hast du jeden Moment die Wahl. Du hast die freie Entscheidung ob du im Konzept von Schuld und Vorwurf verweilen möchtest, ob du dein Opfersein noch länger auskosten möchtest, oder ob du eine neue Entscheidung für dich und dein Leben triffst.

Die neue Entscheidung kann sich durchaus schmerzhaft anfühlen, weil du dabei nun erkennen darfst, wie lange du schon in deinem Drama gesteckt hast. Die Herausforderung dabei ist, bei dir zu bleiben und nicht beim kleinsten Hindernis – was sich sicher zeigen wird! – zu sagen, Pech gehabt, ich hab´s versucht, aber alle anderen gönnen es mir nicht.

Aus eigener Erfahrung kenne ich all die Zweifel, die äußeren und vor allem die inneren Widerstände, die auftauchen, wenn du dein Leben verändern willst. Auch ich bin oft gegen Wände gelaufen, bin gefallen und wusste nicht ob ich wieder aufstehen sollte oder liegen bleiben wollte.

Erinnere dich daran wie du Autofahren oder Fahrradfahren gelernt hast. Auch da bist du gefallen, auch das erforderte durchhalten und üben. So ist es mit jeder neuen Erfahrung, mit jeder neuen Gewohnheit und Veränderung. Es ist eben neu und es erfordert deine gesamte Aufmerksamkeit, das geht nicht mal so zwischendurch in der Mittagspause.

Aus den Konzepten von Schuld und Pech auszusteigen fordert deine volle Bereitschaft dich für dich selbst zu öffnen. Deine Bereitschaft dir selbst zu vergeben, dem Schmerz und der Trauer in dir zu begegnen und vor allem dich selbst liebevoll zu behandeln.

Schicht um Schicht wird sich dieses alte Konzept auflösen und die eine oder andere Schicht wird dich vor eine Herausforderung stellen. Es nutzt nichts, das zu beschönigen, es ist einfach so. Viele dieser Themen magst du alleine klären können, doch es ist wichtig und zeugt von deiner Eigenliebe, wenn du dir für deinen Weg Unterstützung holst. Jemanden, der diesen Weg schon gegangen ist. Jemanden, der dich ein Stück begleitet und dich beim Reflektieren unterstützt. Denn manche Themen brauchen den neutralen Blick von außen, da sie so tief in uns verborgen sind, das wir alleine keinen Zugang dazu haben.

Das Geschenk was dich auf deinem Weg erwartet ist innerer Frieden, Gelassenheit und eine ganz neue Freude und Bereitschaft dem Leben zu begegnen. Wie schon erwähnt wird es an manchen Stellen schmerzhaft sein, doch mit jedem Schritt wirst du dich befreiter und leichter fühlen.

Habe den Mut dich auf dieses Abenteuer einzulassen. Habe den Mut Frieden mit dir zu schließen. Warten nicht länger, bis deine Seele dir drastischere Stoppschilder vor die Nase hält.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

Gerne unterstütze ich dich dabei, deinen Weg zu erkennen um ihm zu folgen.

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© Sirut Sabine Haller

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