Wenn die Angst sich zeigt

Die Hilflosigkeit, die damit einhergeht, wenn du miterleben musst, wie dein Tier krank ist, bricht viele alte Wunden auf. Es ist die Angst vor dem eigenen Schmerz, die uns lähmt, die Angst davor, dem Tier nicht helfen zu können. Angst, die schönen Momente der Freude für immer zu verlieren.

Wenn ich spüre, dass es meinem Kater nicht gut geht, macht das sehr viel mit mir, in mir.

Ich komme mit einer tiefen Angst in Berührung, die ich nicht fühlen will. Eine Angst vor Verlust, und dass dieser Schmerz mir mein Herz zerreißt. So viele Tiere waren schon in meinem Leben, doch keines war wie er. Jedes war für sich einzigartig und unverwechselbar, doch dieser Kater ist etwas ganz besonderes. Er spürt, wenn es mir nicht gut geht. Er spürt, wenn ich z.B. in einer Meditation oder Heilungssession an tiefe Wunden komme. Dann ist er da. Er miaut mich an, schnurrt und sucht meine Nähe, so als wenn er sagen wollte, ich bin doch hier, alles ist gut.

Und nun, da es ihm nicht so gut geht, spüre ich diesen tiefen Schmerz. Diese tiefe Angst. Kaum halte ich den Gedanken aus, dass etwas schlimmeres geschehen könnte. Tränen steigen auf, auch jetzt, wo ich diese Worte für dich schreibe.

Tiere sind Spiegel unserer Seele.

Ja, das sagt sich so schön, und auch ich verwende diesen Satz oft. Doch hier und heute mag ich ihn nicht. Hier möchte ich einfach, dass es ihm gut geht. Wieder taucht die Erinnerung in mir auf, als es ihm vor einigen Jahren sehr schlecht ging und er in die Tierklinik musste. Mir zerriss es das Herz, ihn dort zu lassen, und doch war es die eine Möglichkeit, sein Leben zu retten. Es ist gut möglich, dass dieser Schmerz gerade jetzt wieder in mir aktiv wird. Dieses nichts tun zu können, abwarten zu müssen und der Heilung zu vertrauen ist schwer. Ich atme mich durch die Schübe der Gefühle hindurch, und muss aufpassen, mich nicht darin zu verlieren.

Gerade wo ich an diesem Artikel schreibe und in meine Gefühle eintauche, bekomme ich ein Sprachnachricht, in der u.a. die Frage nach dem „All in“ gestellt wird. Wie viel will ich von mir in diese Situation zu geben? Wie bereit bin ich, mich mir und dem Kater zu verpflichten, all das zu tun und zu fühlen, was gerade da ist?

Ja, ich bin bereit, das zu fühlen was sich zeigt. Ja, ich bin bereit, JETZT diese alten Wunden zu heilen. Ja, ich bin bereit, dem Kater das Gute zu tun, was es jetzt braucht. Es ist klar, dass wir diese Entscheidungen treffen, doch der Unterschied dabei ist, dass ich die Gefühle, die da hochkommen erlaube. Ihm das Beste zukommen zu lassen ist mir so selbstverständlich wie ich meinem Kind, meinen Eltern oder anderen Menschen helfen würde.

Der Schmerz, der sich dadurch zeigt darf nun heilen.

Es ist ein tiefer alter Schmerz, vielleicht einer, den ich schon seit vielen Lebzeiten in mir trage. Und hier und heute bleibe ich, ich gehe nicht mehr weg von mir, nicht über meine Gefühle drüber. Ich erlaube mir zu fühlen was sich zeigt. Ich erlaube Heilung. Tiefe Heilung. In mir und für den Kater.

Das essenzielle an solchen Geschichten ist, dir bewusst zu werden, was da ist, was du nicht fühlen willst. So wie ich meinen Schmerz nicht fühlen will, ihn dennoch anerkenne und ihm erlaube sich jetzt zu zeigen. Dieses ewige verdrängen, dieses „gute Miene zum bösen Spiel“ hab ich so satt. Ich fühle mich schlecht. Ich mache anderen Vorwürfe, weil sie mich nicht in meinem Schmerz sehen, und erkenne dabei, wie oft ich mich selbst in meinem Schmerz nicht gesehen habe.

Wenn die Angst sich zeigt, ist es DER Moment, in dem deine Wunden heilen können. DER Moment, in dem du fühlen kannst und darfst (so du es dir erlaubst) was so lange schon unter der Oberfläche brodelt. Womöglich ist die Angst um ein Tier das Geschenk deines Tieres, dir endlich diese alten Wunden anzuschauen?!

BE YOURSELF – denn nur so kannst du dein Leben leben.

great blessings

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. https://lebensradweg.de/

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