Regenbogenwunderland

Die Knospen springen auf und geben den Blick frei auf ein Wunder. Ein Wunder, welches auch gerade in mir beginnt Form anzunehmen. Die Zeit des Versteckspielens ist endgültig vorbei und ein neuer Morgen zieht ins Land. Von Sturmböen begleitet wird mein Innerstes nach außen gekehrt und all die Muster von Scham, Wut, Unzulänglichkeit und vielen anderen versteckten Themen zeigen sich im jungen morgen. Und es ist erstaunlich, wie wenig Angst sie bereiten, wenn Licht auf sie fällt. Ein Licht, welches ich schon manches Mal vergessen glaubte, ein Licht, welches tief in mir selbst schlummerte und nun erstrahlen möchte. Es ist ein sanftes Licht, zugleich kraftvoll genug um all dem Dunklen Frieden und Wärme zu schenken. Regen fällt und die Wolken verdunkeln die Sonne, doch tief in mir weiß ich, das auch das vorüberzieht und mit dem ersten Sonnenstrahl der durch die aufbrechenden Wolken blinzelt zeigt sich ein Regenbogen. So voller Farbenpracht und Leuchtkraft, dass es eine Freude ist mit meinen Gedanken in ihn einzutauchen. Weit hoch über Stadt und Land tragen mich die Farben und der Wind. Von dort oben kann ich hinunter auf die Welt schauen. Noch liegt sie schlafend im schwindenden Wintergrau unter mir, doch, wenn ich genau hinsehe, kann ich vereinzelte Farbtupfen erkennen.

Frühlingsbunt und Frühlingsfrisch zeigt sich der junge morgen, und auch in mir sprudeln die Ideen. Neue Projekte zeigen sich und selbst die Schritte dorthin sind sehr viel klarer als noch zu Beginn meiner Reise. Schweigend und offenen Herzens lasse ich mich in den Duft des Frühlings hineingleiten, lasse mich einhüllen von den Regenbogenfarben und lausche dem Gesang der Vögel. Hoch oben in den Lüften schwebend und doch so tief mit der Erde verbunden.

Ein leises Summen berührt mein Ohr. Wache ich oder träume ich – die Zeit scheint stillzustehen und das Summen wird lauter. Nichts ist zu sehen. Ich schließe meine Augen und tauche tief in dieses Summen ein. Es ist ein tiefer Ton, ein warmer, der mich angenehm vibrierend in meinem Bauch berührt. Nimm einen tiefen Atemzug flüstert eine sanfte Stimme in mir. Nimm einen tiefen Atemzug und lass diesen Ton in deinem System vibrieren. Er wird all die Muster von Haltlosigkeit und Verlustangst in dir heilen. Nicht zu wissen wer da mit mir spricht, vertraue ich auf meinen Atem und den vibrierenden Ton in meinem Körper. Sanft hüllt mich ein tiefdunkles Rot ein und lässt mich all die tiefen Wurzeln spüren, die mich mit dem Leben verbinden, die mich tragen und nähren. Gut so. Atme einfach weiter und gib dich dem Ton hin. Ein bisschen merkwürdig ist es schon, aber mittlerweile sind mir diese Stimmen auch schon so vertraut, dass ich keine Fragen mehr stelle.

Ich atme tief und der Ton verändert sich; zwar nur wenig, aber doch hörbar. Atme all die Muster der Scham, der Angst und der Lustlosigkeit aus deinem System heraus. Lass dich in das saftige Orange des Regenbogens fallen und atme Vertrauen, Liebe und Genährt sein ein. Ich spüre wie mein Körper in der neuen Frequenz mitschwingt und kann deutliche Bilder von liebevollen Begegnungen und lustvoller Kreativität erkennen. Sanft aber doch merklich steigt er Ton erneut in der Frequenz an und wird heller, doch es ist auch ein dumpfes Schlagen zu spüren, gleich einem tiefen Bass, der einem in die Magengrube fährt. Fühle und atme all die Gefühle von Wut und all die unterdrückten Emotionen aus, die du bisher glaubtest nicht leben zu dürfen. Atme tief und lass dich vom Gefühl der Freude, der Kraft und deiner eigenen Macht berühren und stärken. Atme und tauche ein in die Sonne deines Lebens. Hinter meinen geschlossenen Augen beginnt es zu leuchten als hätte jemand die Sonne angeknipst und das taktvolle Summen erhöht diesen Effekt noch. Wohlig warm fühlt sich mein Bauch an, und wenn ich die Augen geöffnet hätte, wäre ich sicher von der Sonne geblendet, die ich so wärmend auf meiner Haut zu spüren glaubte. Leicht und beschwingt fühlt sich mein ganzer Körper an und ich weiß nicht mehr ob ich schwebe, fliege oder auf dem Boden liege.

Der Takt des Tons nimm zu, wird rhythmischer und kraftvoller. Bumbum – bumbum tönt es laut in meinem Brustraum und breitet sich durch meinen Körper aus. Atme die grüne Heilenergie und lass allen Glauben des ungeliebt seins los, und verbinde dich mit der ewigen Liebe die du bist. Tränen steigen in meine Augen, als sich mir innere Bilder aus längst vergessenen Zeiten zeigen. Bilder in denen ich geliebt und getragen bin. Bilder von meiner Seele, aber auch im Zusammensein mit anderen Menschen in anderen Zeiten. Ich spüre, wie mich eine grüngoldene Energie umfängt und sich in meinem ganzen Körper ausbreitet. Eine tiefe Liebe umfängt mich und breitet sich weit über meinen Körper hinaus aus, als ich bemerke, dass der Ton heller wir und der trommelnde Rhythmus nachlässt. Klar und hell schwirrt der Ton und in meinem Hals. Fühle all die unausgesprochenen Worte, all die Wahrheiten, die du dir nicht erlaubt hast zu sagen, all die Verurteilungen die du über dich gehört und angenommen hast. Atme tief und lass all dies aus dir herausfließen. Öffne deine Kehle und wisse, dass deine Worte nun aus deinem Herzen kommen und die göttliche Wahrheit durch dich spricht. Erlaube dir nun zu dir zu stehen, deinem Leben einen neuen Ausdruck zu verleihen. Tränen laufen mir die Wangen hinab, als ich all die Verurteilungen ausatme, all die Worte, die mir im Hals stecken geblieben sind. All die vielen Momente in denen es mir die Sprache verschlagen hat. Ein sanfter Windhauch umfängt mich und trägt all die dunklen Wolken aus meiner Kehle davon. Erleichterung macht sich breit, nimmt sich Raum und ein kräftiges Husten löst die letzten zurückgehaltenen Worte. Mit meinem inneren Auge blicke ich zu meinem Hals und kann das leuchtende blau eines klaren Bergsees sehen, welches sich nun dort ausbreitet.

Atme tief durch und lasse dich in die Nacht hineinfallen. Lass dich vom Klang der Sterne berühren und öffne dein Auge. Lass all deine Angst los. Deine Angst davor Verantwortung zu übernehmen. Deine Angst davor Dinge zu sehen, für die du verurteilt werden könntest. Schau genau hin und siehe die Wahrheit im Licht der Sterne. Die Wahrheit der Welt. Und dass du lange Zeit einer Illusion verfallen warst. Atme tief und lass die kühle Nachtluft durch dein System fließen. Das Summen ist noch heller geworden und scheint einen silbrigen Klang bekommen zu haben. Im Klang des Mondes kann ich die Sterne hören. Kann ihr Flüstern verstehen und das was sie mir von den alten Geschichten des Lebens erzählen. Jeder Sten hat seine eigene Geschichte, die sich wie ein samtener Umhang um mich schmiegt. Zeiten und Urzeiten zeigen sich in deutlichen Bildern vor meinem inneren Auge, so klar und deutlich als würden sie direkt jetzt vor mir geschehen.

Der vibrierende Ton erfüllt meinen ganzen Kopf und ich habe das Gefühl vollkommen mit den Sternen eins zu sein. Atme tief und verbinde dich mit dem Göttlichen in dir. Lass all das was du glaubst zu sein los und sei die die du bist. Lass all die Konstrukte los, die du über dich glaubst, all die Masken, die du für andere trägst. Atme tief und öffne dich für das Göttliche Licht deiner Seele. Das Göttliche Licht welches du bist und immer warst. Ich atme tief durch und kann fühlen, wie ein helles violettes Licht meinen Kopf erhellt und von dort durch meinen ganzen Körper fließt. Überall um mich herum ist dieses Licht und es vibriert in einem unbeschreiblichen Ton aus Liebe und ALLeinsSein. Ich sehe die Erde unter mir und das Universum um mich herum und gleichzeitig in mir. Alles ist eins. Alles ist um mich herum und auch in mir. Ich habe schon vor vier Farben aufgehört das Ganze mit dem Kopf begreifen zu wollen, denn spätestens jetzt wäre mein Verstand bei dem Versuch übergeschnappt. Deutlich kann ich spüren das ich nicht allein bin und möchte die Augen öffnen. Doch so sehr ich mich auch bemühe, es geht nicht. Also belasse ich es dabei, die Farben und Klänge zu spüren und die Anwesenheit dessen was da ist. Es ist noch nicht die Zeit höre ich noch, als ich mich auf der Unterlage in meinem Meditationszimmer wiederfinde. Vielleicht noch nicht die Zeit um dich zu sehen, aber es ist JETZT die Zeit um mich der Welt zu zeigen. Eilig nehme ich Papier und Stift zur Hand um die Ideen die sich in mir ausbreiten niederzuschreiben.

 

Der Gedanke altes Loszulassen macht auch mir hin und wieder Angst, weiß ich doch nicht, wie sich das Neue zu zeigen vermag. Gerade jetzt darf ich feststellen, dass es im Loslassen mehr um Vertrauen geht, als um etwas Anderes. Es ist schlichtweg ein Gedankenkonstrukt, ein Konzept, das mich davon abhält loszulassen und mich zugleich zum Neuen hinzieht. Beides kann ich mit meinem Verstand nicht begreifen, das macht es glaub ich auch so schwierig. Immer will der Verstand alles begreifen, will Konzepte und Strategien ausarbeiten und fällt dabei stets in die alten Muster zurück. Schulbladendenken könnte man es nennen und aus diesen Schubladen kommt selten neues. Weil es ist ja nur altes drin. Altes, was uns in dieser Zeit meist nicht wirklich nutzt. Ich habe endlich erkannt, dass ich Lösungen für irgendwelche Probleme nicht da finden kann, wo das Problem aufgetaucht ist. Also kann ich nur loslassen, was ich gelernt habe, was ich mir ausgedacht habe um zu wissen, dass ich nicht weiß woher die neue Antwort kommen will. Der Sturm hilft mir dabei. JA, er pustet die ollen grauen und verstaubten Gedanken mal ordentlich durcheinander.

Manche meinen ja, wir sollen Ordnung in unserem System schaffen, doch vielleicht liegt die Ordnung ja gerade in der Unordnung. Denn genau wie ein wilder Dschungel für den Fremden unordentlich und gefährlich wüst erscheinen mag, so ist er für den geübten Spurenleser und auch den Tieren sehr vertraut und geordnet. Im allgemein deutschen Lebensstil muss alles zack – schnurgerade und lotrecht sein. Da gibt es keine Abweichungen und erst recht keine Querdenker. Oder doch? Bin ich so eine? Mag sein. Denn die Gedanken, die sich in meinem Kopf eine wilde Jagd bereiten, sind zunehmend einfacher Natur. Eben wie die Natur selbst. Sterben – geboren werden – wachsen – blühen – reifen – ernten – sterben. Ist doch einfach oder? Und das lässt sich ja auf alles anwenden. Auch auf mich. Auf jeden Tag und sogar jeden Gedanken. Und mit diesen einfachen, klaren Gedanken beschreite ich nun neue Wege. Wege die mir noch fremd sind und die sich doch so vertraut anfühlen. Wege, die machen vielleicht Angst machen, aber dafür anderen Mut. Denn darum geht es – um Mut. Mut meinem eigenen Herzen treu zu sein und sich nicht von den Gedankenschleifen der Konditionierungen auffressen zu lassen.

Konzentrier dich mal, hier spielt die Musik kommt mir gerade in den Sinn. So oft habe ich diesen Satz gehört, Zuhause und in der Schule. Doch meine Seele wollte in Ideen und Fantasien herumspazieren, sich das Leben bunt malen, so wie es sich für mich richtig anfühlt, und nicht wie mir irgendwer sagt, wie die Welt aussieht. Ich konnte doch selber sehen wie sie aussieht und habe mir daraus eine Welt erschaffen. Heute funktioniert das ähnlich. Heute kann ich bewusst diese Welten unterscheiden. Einige nennen es Visualisieren, Manifestieren oder wie auch immer. Im Grunde ist es ein tiefer schöpferischer Prozess, der in mir stattfindet. In mir. In meinem Kopf. Heißt es nicht in der Bibel schon, am Anfang war das Wort. Doch wo kam es her? Es muss aus einem Gedanken gekommen sein, sonst hätte es sich nicht ausdrücken können. Und irgendwie sind Gedanken ja auch nur Worte – eben in meinem Kopf. Diese Gedanken können je nach Gefühl extrem unterschiedlicher Natur sein. Mal sind sie hell und freundlich, ja sogar auffordernd mutig und kreativ, und dann wieder machen sie alles nieder. Zerstören das was schon da ist und hinterlassen ein Feld von Scherben, ähnlich einer in Trümmer liegenden Stadt, über die gerade ein Tornado gefegt ist. Wenn sich der Wind gelegt hat, kann ich aber genau erkennen, welches Fundament noch steht und wo sich so manche Leichtbauweise verabschiedet hat. Manchmal wurden Dächer abgedeckt und nun kann neues Licht hineinfließen um die Bereiche zu erhellen, die zuvor im Dunkel lagen. Mit den Aufräumarbeiten beginnt auch gleichsam der Neuaufbau. Steine, Holz, Metall, alles wird sortiert und erstmal auf getrennte Haufen gepackt. Wie sie sich neu zusammenfügen und was daraus entsteht kann man noch nicht sagen, da ist dann wieder meine Kreativität gefragt, doch mit jedem Teil was ich mal hierhin und mal dorthin lege wird sie befruchtet, so wie der Wind auch bei einigen Bäumen dafür sorgt, dass die Samen in die Welt getragen werden um andernorts neue Wurzeln zu schlagen.

Es ist wirklich eine spannende Zeit. Eine Zeit des Umbruchs, des Aufbruchs und des Neubeginns. Eine neue Reise in ein Leben, was so bisher noch nie existiert hat. Ich glaube das ist es, dass macht vielen Menschen Angst. Sie habe Angst davor all das zu verlieren, was sie sich mühevoll in den vielen Jahren aufgebaut haben. Zugegeben, irgendwo hatte ich auch diesen Moment, und doch, wenn ich heute darüber nachdenke, fällt mir nur ein Wort auf, was mir wirklich Kraft gibt dem neuen Weg zu folgen. Es war mühevoll. Nein, genau das will ich nicht mehr. Ich weiß, dass es leicht sein kann. Das es Freude bringt auch wenn es herausfordernd ist. Es gibt so vieles neu zu entdecken, so viele Geheimnisse, die wir vergessen haben, die neu zu entdecken sind, und ich glaube genau aus dem Grund geschieht doch unser Leben. Es sind nicht die gemütlich eingerichteten Schlafsofas die uns inspirieren, nein, es sind die Herausforderungen, das immer wieder neue, was mich dazu veranlasst die Welt jeden Moment mit neuen Augen zu betrachten. Der Vogel sagt doch auch nicht, nein heute ist Regen und Sturm, heute fliege ich nicht. Ich liebe es ihnen zuzuschauen, weil sie mich in meinen Gedanken immer mit auf ihre Reise nehmen. Gemeinsam schwingen wir uns in die Lüfte, kreiseln durch Luftwirbel, lassen uns vom Aufwind sanft nach oben tragen um in nächsten Moment im Sturzflug in die Tiefe zu schießen. Und dann nimmt das Lachen kein Ende. Die Freude des Lebens zeigt sich eben in dem was gerade da ist, auch wenn es mir nicht schmeckt. Und wenn es mir nicht schmeckt, dann darf ich das Rezept verändern, Zutaten austauschen, oder manchmal auch roh essen, je nach dem worauf ich Appetit habe.

great blessings

Sirut Sabine

Sinn-Finderin, Seelen-Erinnerin, Herz-Öffnerin

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

BE YOURSELF – denn nur so kannst du dein Leben leben

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

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