standing in fire

Mit dem längsten Tag des Jahres durchschreiten wir das Portal zum Element Feuer. Ein Portal im Lebensrad, was wie kein anderes eine so elementare Kraft in sich trägt. Die Kraft der Leidenschaft. Viele denken dabei an Leiden-schaft, oder an Sexualität. Doch das Element Feuer hat eine besondere Kraft. Es versinnbildlicht deine Lebenskraft. Und es steht symbolisch für den Funken Gottes in dir.

Mit der Farbe rot wird es dem Wurzelchakra zugeordnet, und genau dort liegen die größten Ängste und Verdrängungen die wir alle in unserer Kindheit erlebt haben. Im Wurzelchakra finden wir vor allem den Verlust des Urvertrauens und die Angst wirklich mit allen Anteilen hier im Leben zu sein.

Die Angst vor dem Feuer und das Spiel mit dem Feuer stehen hier gleichermaßen im Vordergrund. Feuer, das klingt für viele zerstörerisch und bedrohlich, und die Angst mit dem eigenen inneren Feuer über das Ziel hinauszuschießen lässt dich womöglich immer wieder zögern, deinem inneren Feuer Ausdruck zu geben. Die Angst liegt hier tief verborgen. Und gerade wir Frauen sind in vielen Leben nicht nur sprichwörtlich durchs Feuer gegangen. Viele von uns wurden in der Vergangenheit für ihr Tun, Denken und ihr Wissen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Da ist es kein Wunder, dass die Angst vor dem Feuer noch groß ist.

Doch was macht dieses innere Feuer nun mit dir? Außer dass es dir deine Ängste vor Augen führt, kann es dich durch seine Leidenschaftlichkeit zu ungeahnten Kräften führen, die dein Leben von Grund auf verändern, wenn du sie bisher noch nicht gelebt hast.

Jede von uns kennt einen Hauch dieses Feuers, wenn eine neue Liebe an die Tür klopft. Wenn du auf einmal mit Wesensanteilen gesehen wirst, die du lange Zeit verborgen hattest. Lust am Leben, leidenschaftlicher Sex und sprühende Kreativität bereichern nun dein Leben. Und dennoch geschieht sehr oft etwas, was diese Quelle der Kraft versiegen lässt. Eines Tages taucht eine angst auf, dass dein Feuer zu viel sein könnte. Vielleicht ein Moment, in dem du den neuen Partner oder einen anderen Menschen „auf dem falschen Fuß“ erwischst, und du dich durch seine Abwehrhaltung zurückgewiesen fühlst.

In diesem Augenblick fängt die Angst dich wieder ein. Eine angst, die womöglich uralt ist und schon lange in dir zurückgedrängt wird. Wenn ich mich in all meiner Kraft zeige, verunsichere ich die Menschen, und im schlimmsten Fall verletze ich sie und mich und dafür werde ich wieder bestraft.

Du kannst jetzt wie bisher vor deiner Angst und deinem Feuer davonlaufen, oder du fasst dir ein Herz und bleibst. Und bleibst bei der Verletzung, die sich gerade in dir zeigt. Dass kann schmerzhaft sein, deine Scham vor Verurteilung ans Licht bringen, oder alten Schmerz, weil du so oft schon für deine Leidenschaftlichkeit verurteilt wurdest.

Wenn du den Mut hast zu bleiben, kannst du tiefer tauchen. Du kannst womöglich bist zum Ursprung dieser Angst tauchen und wirst aller Wahrscheinlichkeit ein kleines Kind finden, was verängstigt in einer dunklen Ecke sitzt. Dieses Kind mag sich sein ganzes Leben lang verlassen und einsam gefühlt haben und ist jetzt nicht daran interessiert mit dir zu sprechen. Gib ihm Zeit. Gib dir Zeit. Vielleicht kannst du dich daneben setzen und einfach da sein. Das Kind in dir kennt dieses Gefühl womöglich nicht, dass einfach jemand da ist, ohne Erwartungen an es zu stellen. Vielleicht hat es sich so weit zurückgezogen, weil es keine Kraft mehr hatte, den Erwartungen von Mutter oder Vater zu entsprechen. Vielleicht hat es – in einem anderen Leben – auch beschlossen, sich nie wieder in seiner ganzen Kraft zu zeigen.

Wenn du es schaffst, in deiner Angst zu stehen, dein Feuer zu spüren und dich nicht sofort davor zurückzuziehen, kannst du die alten Wunden, die in dir sind heilen. Wie gesagt, das Feuer in dir hat eine eigene Kraft und Dynamik, und es lässt sich im Voraus nicht sagen, wie es zum Ausdruck kommt. Und doch ist es so wertvoll für dich, dass sich dieses Risiko lohnt.

Ein anderer Aspekt, in dem dein Feuer übrigens zum Ausdruck kommt, ist, dass du immer und überall mehrere Eisen im Feuer hast. Dass du aus Sicherheit, in einem Projekt kläglich zu scheitern, dich mit unterschiedlichen anderen beschäftigst. Ein Plan B kann von Vorteil sein, doch ein Plan C, D, und E verstreut deine Energie so sehr, dass du keines dieser Projekte je zum Erfolg bringen kannst. Zumindest nicht zu dem Erfolg, den die volle Kraft deines Feuers entfachen würde.

Klar besteht hier das Risiko, dass du dein Projekt vor die Wand fährst, und enttäuscht feststellst, dass es doch nicht das Richtige für dich war, doch darin liegt auch ein Vorteil. Du kannst aus dieser Erfahrung lernen. Du kannst dein Wissen verfeinern. Du kannst die gewonnenen Erkenntnisse neu verwenden und beim nächsten Anlauf neu vorbereitet sein.

Oft ist allerdings dabei zu erkennen, dass der erste Anlauf als Richtwert genommen wird, und die Angst hinter dem Feuer spürbar wird, die eben in Schach gehalten werden muss, um eine solche Niederlage nicht noch einmal zu erleben. Und da ist sie dann wieder, die Angst nicht gut genug zu sein. Die Angst mit dem was entstehen soll andere zu verletzen, oder gar sichtbar zu werden.

Feuer – Angst – Leidenschaft – all dies fließt in diesem Element zusammen. Und so viel Feuer Leben nimmt, durch einen Waldbrand zum Beispiel, so entsteht daraus auch neues Leben, denn die Asche dient als Nährboden für die neuen Pflanzen. Und es gibt sogar Pflanzen, die in besonders heißen Gegenden einen solchen Brand selbst entfachen. Einfach um überleben zu können.

Du siehst also, Feuer kann durchaus lebensbedrohlich sein, und doch ist es lebensspendend und manchmal sogar lebensnotwendig, um dein Leben erblühen zu lassen. Beobachte dich einfach mal deine Reaktionen auf meine Worte, oder die Gefühle in dir, wenn du entsprechende Bilder siehst, oder Feuer erlebst. Es nährt und wärmt dich und es kann alles, was du dein Leben nennst zerstören. Deine Achtsamkeit ist das Ventil, was die Stärke des Feuers bestimmt. Und manchmal ist ein bisschen mehr besser, als ein zu wenig.

great blessings

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

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© Sirut Sabine Haller

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