Morgens am See ist die Welt noch in Ordnung

Wir alle kennen diese Momente, in denen wir denken und glauben an diesem Ort zu sein, diesen Moment zu erleben, dann wird es ein schöner Tag und die Welt ist in Ordnung.

Doch ist die Welt nicht immer in Ordnung?

Immer und überall?

Sind es nicht viel mehr unsere Bewertungen, zu dem was ist, oder zu dem was sein sollte, die uns glauben lassen, die Stille eines Sees, oder der Gesang des Waldes wären besondere Orte?

Zugegeben, in gewisser Form sind es besondere Orte, und doch wieder auch nicht.

Ich zum Beispiel mag den frühen Morgen, wenn die Welt noch schläft und alles still ist. Und doch beginnt das Leben um mich herum mit seinen Geräuschen und mit seiner Bewegung.

Meiner Meinung nach sind es diese stillen Orte, die uns an die Stille in uns erinnern. Um das zu hören, was in uns dabei anklingt.

Ja, der Wald, ein See, oder ein anderer Lieblingsort können in dir einen Raum der Stille und Freude berühren, doch was machst du, wenn viele andere Menschen den gleichen Gedanken haben wie du und dein stiller Platz am See oder im Wald von ihnen wimmelt?

Ist deine Welt dann immer noch in Ordnung, oder beginnen sich andere Gefühle in dir breit zu machen? Steigt Wut auf, über die wilden Fahrradfahrer? Bist du genervt vom lautstarken Erzählen der Wanderer? Lässt es dein Blut kochen, wenn du siehst, wie gehetzt die Jogger durch den Wald rennen und jedes kleine Blümchen auf dem Weg zertrampeln?

Ich mag ja auch die Stille im Wald, und oft „flüchte“ ich mich dorthin, wenn ich glaube, der Alltagslärm wird unerträglich für mich. Ich weiß auch, dass es vielen Menschen so geht wie mir. Und doch spüre ich, dass dies nur ein Teil der Lösung ist.

Wir können an den See gehen, oder in den Wald, das ist allemal erholsamer, als auf der Autobahn im Stau zu stehen. Und doch schleicht sich auch hier gerade wieder eine Bewertung ein.

Was hindert dich daran, in jedem Moment entspannt und gelassen zu sein?

Es sind nicht die Menschen um dich herum, und es ist auch nicht der Stau in dem du stehst.

Es sind deine Gedanken, deine Vorstellungen und Bewertungen der Situation. Es ist deine Vorstellung davon, wie sich Stille für dich zeigt. Deine Vorstellung, wann und wo du Ruhe und Erholung findest. Und wenn du das an bestimmten Orten festmachst, wirst du auch sehr schnell bemerken, dass die Zeiten, in denen du diese Orte aufsuchen kannst, sehr begrenzt sind. Und wie gesagt, kommen vielleicht viele andere Menschen auf die gleiche Idee wie du.

Jetzt aber mal weg von den Orten, viel interessanter ist die Frage, wieso du glaubst, deine Welt sei an einem solchen Ort „in Ordnung“? Oder besser und schöner?

Was an den anderen Zeiten und Orten missfällt dir?

Was glaubst du müsste da anders sein?

Und: sind es nicht wieder deine Vorstellungen von gut und falsch die dich glauben lassen, deine Welt sei in Unordnung?

Es liegt mir fern, dich davon abzubringen, in den Wald zu gehen, oder an einen See. Ich möchte dich mit meinen Gedanken dazu einladen, einmal tiefer hinzusehen. Tiefer in dich hinein zu lauschen und dir dabei all die erwähnten Fragen zu stellen.

Es geht nicht darum, ob es richtig oder falsch ist, sich Auszeiten und Stille zu schenken, ganz im Gegenteil. Ich möchte dich einfach dazu einladen, dir über deine Bewertungen klar zu werden.

Manchmal kannst du sogar im dicksten Trubel Stille finden, den Gesang eines Vogels so laut wahrnehmen, dass alle anderen Geräusche verstummen. Das ist dann ein „See-Moment“ oder ein „Waldspaziergang“, nur eben inmitten des lebendigen Getümmels deiner Alltagswelt.

Daher möchte ich dich wie gesagt dazu einladen, auf diese Momente zu achten. Diese Momente schätzen zu lernen und sie zu genießen. Denn ich denke, dein Tag wird womöglich oft genug bis zum Anschlag vollgestopft sein, das es dir zeitlich kaum möglich ist, dich an einen See zu setzen. Und wenn dann Zeit dafür ist, dann schenke sie dir und genieße sie. Denn mit dieser Erlaubnis, dir diese Auszeiten zu gönnen, fällt es deinem Verstand schwerer, dir ein schlechtes Gewissen einzureden, ob all der Dinge, die du „eigentlich“ noch erledigen müsstest.

great blessings

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

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© Sirut Sabine Haller

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