Butterfly Moments

Die kleine Raupe Nimmersatt war auf der Suche nach ihrer wahren Essenz. Sie suchte hier, versuchte dort ein Blatt und verfing sich in zahllosen Wegen, Methoden und Richtungen. Sie begegnete der Spinne und war fasziniert über ihre Kunstfertigkeit ein Netz zu spinnen. Sie ergründete, warum Insekten und Vögel fliegen konnten und bewunderte die schillernden Schmetterlinge, die über sie hinwegflatterten.

Immer wieder stellte sie sich die Frage, wieso sie so eine dickliche und hässliche Raupe war, und nicht solch prachtvolle Flügel hatte, wie all die anderen Flattertiere um sie herum.

Eines Tages war sie müde von all den Fragen, von all dem Suchen und beschloss sich ein Nest zu bauen. Sie webte ähnlich dem Netzt der Spinne ein schützendes Heim um sich. Sie wollte nichts mehr sehen von den bunten Flattergestalten. Sie hatte die Nase voll davon, sich mit ihnen zu vergleichen. Sie war müde geworden, ob der ewigen Sucherei.

Der einzige Gedanke der kleinen Raupe war, wenn sie schon nicht fliegen konnte, wollte sie sterben. Traurig, einsam und verlassen wie sie sich fühlte, kuschelte sie sich in ihr Gespinst ein und schloss die Augen, um ihren letzten Atemzug zu atmen. Sie war überzeugt davon, dass ihr Leben sinnlos und leer sei und sich nichts bewegendes mehr darin ereignen würde.

Alles in der kleinen Raupe schien zu rumoren und sich aufzulösen, sie konnte keine Ruhe finden, und sie wartete vergeblich auf ihren letzten Atemzug. Irgendwie schien es ihr, als würde ihr kuscheliges Heim aus Gespinstfäden immer enger und kleiner. Irgendwie fühlte sich das alles mit einem mal so beengt an, als würde sie kaum atmen können, so als würde sie von ihrem eigenen Gespinst erdrück.

Immer unwohler fühlte sich die kleine Raupe, immer enger wurde das Heim, das sie es eines Tages nicht mehr aushalten konnte. Sie stupste und zerrte, bewegte und drehte sich, sie wollte raus aus diesem engen Ding und weiter auf die Suche nach grünen Blättern gehen, auch weil sie langsam Hunger bekam. Immer wilder gebar sie sich und plötzlich bekam die sie umschließende Hülle einen Riss und ein feiner Sonnenstrahl fiel in die sie umgebende Dunkelheit.

Deutlich konnte sie spüren, wie dieses Licht ihre Lebensgeister noch mehr mobilisierte und sie drückte und stieß noch kraftvoller gegen die Hülle, sodass der Riss immer größer wurde und sie sich mit jeder Bewegung weiter aus ihrem Gefängnis befreite.

Wieso bin ich nicht gestorben dachte die kleine Raupe, als sie auf das Dach ihrer Behausung krabbelte. Wow ist die Schön – hörte sie viele zarte Stimmen um sich herum. Schau dir die bunten Flügel an, die sind wirklich prachtvoll. Verwundert blickte sich die Raupe um, doch sie konnte weder die Stimmen ausmachen, noch die bunten Flügel, von denen die Stimmen sprachen. Nun werde ich zu allem Unglück noch verrückt, dachte die kleine Raupe. Sie merkte, wie sie Durst bekam und erspähte unter sich eine kleine Pfütze, in der sich das Sonnenlicht spiegelte.

Was ist das? Erstaunt erblickte sie in der kleinen Pfütze einen prachtvoll schillernden Schmetterling. Sie schaute über sich, doch da war nichts. Sie blickt zurück zum Wasser und bemerkte mit einem Mal, dass sie ein Spiegelbild ansah. Und zudem bewegte es sich noch genauso, wie die kleine Raupe.

Oh wie wunderschön du bist – sprach sie eine Stimme direkt von vorne an. Die kleine Raupe blickte auf und sah eine andere klitzekleine Raupe, die direkt vor ihr saß und sie mit leuchtenden Augen ansah. Naja, sagte die Raupe, ich bin eine Raupe wie du, und doch habe ich das Gefühl, irgendetwas ist geschehen, was ich nicht verstehe. Weißt du, ich höre nämlich Stimmen. Stimmen, die von schönen prachtvollen Flügeln sprechen, hast du die gesehen? Ja klar, antwortete die klitzekleine Raupe, du hast diese Flügel, DU bist dieser wundervolle Schmetterling. Und ich habe mir vorgenommen, ebenso prächtig und schillernd wie du zu werden. Ich werde fleißig all die Blätter fressen, die ich auf meinem Weg finde. Und dann werde ich schon bald so wundervoll wie du sein.

Die kleine Raupe verstand die Welt nicht mehr. Da wollte sie sterben, und nun war sie nicht Tod, sondern hatte sich in einen prachtvollen Schmetterling verwandelt. Voller Freude und von einer tiefen Gewissheit getragen, dass das Leben immer einen Weg kennt, nahm die kleine Raupe, die nun ein Schmetterling geworden war, einen tiefen Atemzug, breitete ihre Flügel aus und flatterte in ein neues Leben.

great blessings

Sirut Sabine

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© Sirut Sabine Haller

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