be yourself

In einer Welt, die in jedem Moment vorgibt, wie du sein solltest, was du tun solltest, wie du dich kleiden solltest, wird es zunehmend schwieriger die zu erkennen, die du bist.

Wie schaffst du es, du selbst sein, wenn andere dir immer wieder erklären, wie du sein solltest?

Woran kannst du erkennen, wie und wer du in Wahrheit bist?

Erkenne dich selbst – sagte schon das Orakel von Delphi, und doch scheint es gerade heute in diesem Überangebot von Selbstfindungskursen schwerer denn je, das zu erkennen.

Wie oft hast du schon versucht, dem Kern der du bist, näher zu kommen?

Wie viele Schichten hast du deiner Meinung nach schon erlöst, oder abgelegt, um das herauszuschälen, was der Kern deiner Essenz sein könnte?

Das viel strapazierte Wort Authentisch sein tut sein Übriges zur Verwirrung.

Wer bist du, wenn du authentisch bist? Wie bist du, wenn du authentisch bist?

Dein ganzes bisheriges Leben wurde dir erzählt, wie du sein sollst, damit du geliebt wirst, damit du „normal“ bist, und nun kommt eine daher und erzählt dir, sei du selbst.

Auch in mir gab es einen Teil, der bei manch solcher Aussage schier ausgetickt ist. JA mein Gott, wie soll ich denn ich selbst sein, wenn ich keinen blassen Schimmer davon habe wie das geht, oder wer ich bin.

Klar erzählen mir viele Menschen, ich sei eine Seele, die eine menschliche Erfahrung macht, doch wie bin ich als Seele?

Auch ich kann dir hier keine Antwort auf diese Fragen geben. Auch mich beschäftigen sie beinahe tagtäglich. Vielleicht macht es einen Unterschied, wenn du aufhörst zu suchen, so zumindest habe ich es auch schon erfahren.

Wenn du aufhörst, etwas an dir verändern zu wollen, kann nach und nach das zum Vorschein kommen, was unter all diesen Veränderungsversuchen liegt. Dass, was unter den Vorgaben anderer liegt. Was unter den vielen Schichten alter Verletzungen liegt.

Das fatale an dieser Suche nach sich selbst, ist die aufsteigende Unsicherheit. Eine Unsicherheit, die sich dann zeigt, wenn die alten Muster abfallen, wenn die alten Vorstellungen anderer nicht mehr mit deinem inneren Fühlen übereinstimmen. Hinzu kommt, das sich die Menschen, die an deine Art gewöhnt sind, dich fragen werden, was mit dir denn los sei, weil sie nicht verstehen, wieso du nicht mehr nach ihren Mustern reagierst. Oder gar „überreagierst“, weil du noch nicht gelernt hast, mit deinem inneren Selbst zu reagieren.

Womöglich fallen eines Tages alle Reaktionsmuster weg, und jede/jeder einzelne von uns agiert nur noch.

Vergiss alles, was du bisher gelernt hast, habe ich schon als Tipp gehört, doch das ist gar nicht so einfach. Alles was ich bisher gelernt habe, ist – ähnlich einer Computerfestplatte – in unzähligen Ordnern abgespeichert, und je nach Situation greift mein System automatisch darauf zu.

Ich glaube ja, dass es dieser Automatismus ist, den wir uns wieder abtrainieren dürfen, zumindest in vielen Begegnungen mit dem Leben. Denn was passiert ist, dass wir in Begegnungen oder Erfahrungen automatisch auf die alten Programme (Erfahrungen) zurückgreifen und kaum eine Chance bekommen, neue Erfahrungen zu sammeln.

Wir müssen sozusagen den Autopilot abschalten und das Schiff oder Flugzeug unseres Lebens von Hand steuern. Wir dürfen ein Gefühl dafür bekommen, wie sich Leben neu anfühlt, neu und ohne vorgefertigte Meinung oder Bewertung. Denn diese Bewertungen haben uns ja in diese Position gebracht, das wir nicht mehr wissen, wie es sich anfühlt ein Selbst zu sein.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass die körperlichen Automatismen sehr wertvoll und wichtig sind, sie ermöglichen es uns, dass sich unser Körper autonom organisiert. Es geht hier vornehmlich um die gedanklichen Automatismen. Und vor allem auch solche, die uns einreden, dass wir bestimmte Themen und Herausforderungen nicht mehr schaffen. Vielleicht kannst du nicht alles auf einmal verändern, doch du kannst Schritt für Schritt damit beginnen und es werden sich immer mehr Schichten zeigen, die sich auflösen, oder verändern wollen.

Der erste Schritt ist deine Entscheidung. Deine Erinnerung, auch wenn sie nur ganz zart und subtil ist, das es in deinem Leben einen anderen Ausgangspunkt gibt, als der von dem du bisher glaubtest, dass du es bist.

Im Grunde ist dein ganzes Leben eine Reise zu diesem be yourself. Dein ganzes Leben ist eine Erinnerung daran, wer du bist und woher du kommst. Es mag sich zeitweise anfühlen, als ob du nicht von dieser Welt bist, oder als ob du keinen Weg zu dir selbst zurück finden könntest, und doch ist in diesem Text mindestens ein Wort, was dein Herz berührt, und deine Erinnerung aktiviert.

Freue dich darüber, wenn du dieses Gefühl noch nicht in Worte fassen kannst, denn dies ist die erste Möglichkeit, aus der automatischen Bewertung auszusteigen. Fühle das Gefühl, und bedanke dich bei ihm. Und wenn es sich verstärkt und du ihm weiter folgen willst, dann findest du in den Angeboten von Lebensradweg unterschiedliche Möglichkeiten dafür, dich noch tiefer zu erinnern.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

Ich unterstütze dich dabei, DEINen WEG ZURÜCK ZU DIR zu gehen.

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

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© Sirut Sabine Haller

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