Aus größtem Leid erwächst größte Freude.

So ein Quatsch könnte man sagen, denn größtes Leid tut erstmal ordentlich weh. Es macht wütend. Es schmerzt. Es lässt dich Dinge tun, die nicht nur andere verletzen, sondern auch wieder dich selbst.

Der Moment in dem du deinem Partner deine Trennungsabsicht offenbarst, und ihm erklärst, dass deine Liebe für ihn erloschen ist, fügt ihm und dir Schmerz zu. Nach so vielen Jahren merkst du, wie es um dich steht. Du kannst plötzlich sehen, wie dein Partner unter deiner Entscheidung leidet, und es fügt dir Schmerz zu obwohl die Liebe erloschen ist.

Bettelnd steht er vor dir um einen kurzen Moment zu versuchen, deine Liebe zu erinnern. Er versucht mit allen Mitteln das in dir wachzurufen, was einmal eure Liebe war. Doch in dir ist es still. Und still ist da noch eine sehr gute Ausgangsbasis. Mich hat es oft wütend gemacht, wenn mein Partner damals dann alles Mögliche versuchte, mich wieder in seinen Bann zu ziehen. Plötzlich kamen ihm die romantischsten Ideen, die ich in 21 Jahren so sehr vermisst hatte. Und das machte mich noch wütender. Nein, mehr noch, es verletzte mich so tief, das sich mein Entschluss nur noch mehr festigte.

Nein, es gab keinen anderen Mann in meinem Leben, keinen Neuen, keine Affäre, nichts. Einzig die Frage, ob ich die restlichen 40 oder 50 Jahre so weiterleben wollte. Auch hier ein klares Nein. Sollte mein Leben so verlaufen? Sollte ich weitere 40 Jahre schlafend und unbewusst mein Leben von TV und Zeitung abhängig machen?

Viele meiner Freunde fragten mich, wieso ich dieses sichere Leben aufgeben wollte, in dem ich doch alles hatte. Doch was hatte ich wirklich? Wieviel Freude und Lebenslust war wirklich noch in mir? Es gab „da draußen“ so viel mehr zu entdecken. So viel mehr Leben.

Also begann ich seine Sachen zu packen und mein Leben neu zu ordnen. Gerade fällt mir ein Satz aus dem Film „Ritter aus Leidenschaft“ ein. Ein Mann kann seine Sterne neu ordnen.

Und in meinem Fall habe ich als Frau begonnen meine Sterne neu zu ordnen.

Seither sind weit über 10 Jahre vergangen. Jahre in denen ich durch die tiefsten und dunkelsten Täler meiner Seele gegangen bin und ebenso die höchsten Gipfel erklommen habe. Up´s and down´s. Höhen und Tiefen ALLER Art. Und heute rückblickend kann ich verstehen, wieso die Überschrift dieses Artikels stimmt, und aus größtem Leid deine größte Freude erwächst.

Das Leid zu Beginn des Weges, oder auch das, was uns auf den Weg führt, führt IMMER direkt zu deiner größten Angst und zu den dahinter verborgenen Schätzen. Nein, zu Beginn der Reise ist dies unvorstellbar, auf dem Weg mag es erahnbar werden, am Ende jedoch wird es erfahrbar, erlebbar. Selbst.entfaltende.Freude würde ich einen der verborgenen Schätze nennen. Selbst.Liebe könnte ein anderer sein. Selbst.Verwirklichung.

Es gibt so wundervolle Schätze in dir, die ein Ansporn sein können, das Leid zu verlassen.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

Gerne unterstütze ich dich dabei, deinen Weg zu erkennen um ihm zu folgen.

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

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© Sirut Sabine Haller

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