Die unglaublichen Formen der Veränderung

Veränderung ist wahrlich unser aller Lebensziel, auch wenn der eine oder die andere das nicht so sieht. Veränderung geschieht immer und überall und sie zeigt sich in so vielen Formen, das ich hier einige davon anführen möchte.

Nicht mit jeder Veränderung sind wir einverstanden, einige wollen wir partout nicht haben und wehren uns mit Händen und Füßen dagegen, und um andere machen wir ein Aufheben, das unseren Freunden schon manchmal die Ohren abfallen. Dann gibt es noch die Veränderungen, denen wir nicht entgehen können, so gerne wir das wollten, und so vehement wir uns auch dagegen zu wehren versuchen. Doch es gibt auch Veränderungen, die unser Leben so auf den Kopf stellen, das wir uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen können.

Du siehst also, es gibt eine Menge Veränderung, manche mögen sie als Unbeständigkeit beschreiben, doch eben ist sie das einzig wirklich beständige in unserem Leben. Jedoch bringt sie ebenso viel Freude wie auch Angst mit sich und unzählige Gefühle die tief verborgen zu sein scheinen, werden durch die Veränderung angestoßen, damit wir endlich beginnen unseren Frieden zu finden.

Gewollte Veränderung

Ich möchte gern mit der gewollten Veränderung beginnen, da ich als Frau schließlich weiß, welch hervorragenden Verwandlungskünstlerinnen wir sind. Je nach Stimmungslage verändern wir unser Aussehen, wählen Kleidung, Schuhe, Makeup und Haarfarbe nach Saison und wissen manchmal selbst nicht mehr so genau, wie eigentlich unser wahres Selbst denn nun „ohne Maske“ ausschaut. Hinzu kommt, dass wir selbst beim Blick in den Spiegel mit unserem Bild oftmals unzufrieden sind, und schon wabert eine neue Veränderungsidee durch das schöne Köpfchen. Hier und da sollte weniger oder mehr Speck auf den Rippen sein, die ersten grauen Strähnen verraten ein Alter, was wir uns nicht eingestehen wollen, und ob uns diese Veränderungen nun guttun oder nicht steht hier nicht an erster Stelle.

Die äußerliche Veränderung – Kleidung – Gewicht – Aussehen

Wir sind einem Irrglauben aufgesessen, wenn wir davon ausgehen, es sei die Wahrheit was Modekoryphäen uns erzählen, wie Mann und Frau auszuschauen haben, dabei vergessen wir doch, dass sich mit der äußeren Veränderung das Innere noch lange nicht verändert. Hier stellt sich nun eine wichtige Frage, die Frage nach dem Warum?! Warum willst du dich äußerlich verändern? Was versprichst du dir davon? Welchem Modestyle willst du nacheifern? Welchen Partner dadurch für dich gewinnen? Denn das Balzverhalten spielt hier auch eine gewichtige Rolle. Dabei wundern wir uns dann, wenn der holde Jüngling nach der Hochzeit sein wahres Gesicht zeigt und in Jogginghose und Flipflops vor uns steht. Doch welches „wahre Gesicht“ haben wir ihm gezeigt?

Eine lang ersehnte Veränderung – der Eintritt ins Erwachsenenalter

Eine tiefgreifende Veränderung, die bestimmt jede/r von uns ungeduldig herbeigesehnt hat, war der Eintritt ins Erwachsenenalter – die Volljährigkeit hätte man früher gesagt. Oh man, wie froh waren wir, als unsere Eltern uns nichts mehr vorschreiben konnten und wir jetzt selbst das sagen hatten. Von der Verantwortung die damit einher geht wussten wir am Rande, wichtig aber war, durch diese Veränderung hindurch zu sein, und das eigene Leben zu leben.

Schwangerschaft – das Wunder der Veränderung

Eine der schönsten und kraftvollsten Veränderungen, die ich erlebt habe, war die Zeit, als ich mit meiner Tochter schwanger war. Die Vorstellung, dass mein Körper in der Lage war ein neues Leben zu formen, ein lebendiges Wesen hervorzubringen, allein der Gedanke überwältigt mich noch heute. Es ist wahrlich ein Wunder, wie aus einer Eizelle und einem Spermium ein Zellklumpen entsteht, der sich innerhalb von neun Monaten zu einem Menschen entwickelt.

Und weißt du was ich auch noch erstaunlich finde? Vor der Geburt habe ich mir oft überlegt, wie es sein würde ein Kind zu haben, ich habe mir ausgemalt, was ich tun würde, wie ich handeln und lieben würde, doch alles waren nur schemenhafte Vorstellungen davon, wie mein Leben sich mit der Geburt veränderte. Und ganz spannend finde ich ja, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wie mein Leben ohne Kind aussah. Selbst heute, das sie selbst erwachsen ist, und schon lange nicht mehr bei mir wohnt erinnere ich mich an schmerzlich und voller liebevollen Stolz an die Veränderung, als sie bereit war auszuziehen und ihren eigenen Weg zu gehen.

Ungewollte Veränderung

Ungewollte Veränderungen treffen uns meist in der Form von Schicksalsschlägen und werfen das bisherige Leben vollkommen aus der Bahn. Oft sind es Krankheiten oder Unfälle, die uns als ziemlich letzter Versuch unserer Seele darauf hinweisen, dass in unserem Leben schon lange Zeit etwas schiefläuft. Wir haben nun zwei Möglichkeiten damit umzugehen. Entweder wir fallen in die Opferrolle und verurteilen das Leben selbst als ungerecht, oder wir nutzen diese Chance – auch wenn sie nicht so prickelnd erscheint – um die Veränderungen vorzunehmen, die schon lange anstehen.

Ungewollte Veränderungen treffen uns meist wie ein Schlag aus dem Hinterhalt, wähnen wir uns doch in einer Sicherheit, und haben wir unser Leben doch sehr gut im Griff, das alles perfekt erscheint.

Ich erinnere mich noch sehr genau an den 21. Januar vor vielen Jahren. An diesem Morgen brachten meine Mutter und ich meinen Vater zur Herzuntersuchung ins Krankenhaus. Als ich am späten Nachmittag einen Anruf von einem Bekannten erhielt, fiel ich aus allen Wolken. Meine Mutter wurde bei einem Unfall schwer verletzt und ich müsse kommen. Unversehens kam sie in der gleichen Stadt in ein anderes Krankenhaus, und meinem Bruder und mir oblag die schwierige Aufgabe, unserem Vater zu erzählen was geschehen war, obwohl wir selbst nichts wussten. Nach 100 Tagen Krankenhaus und Reha kam meine Mutter wieder nachhause, hatte unzählige Operationen überstanden und konnte wieder alleine laufen. Mein Vater ist zu jeder Gelegenheit zu ihr gefahren und die Verbindung zwischen beiden ist inniger denn je.

Scheidung – Berufsverlust – Umweltkatastrophen – Krieg

Aus allen Wolken fallen wir auch, wenn eine Ehe zu Ende geht, wenn der Partner dir womöglich aus dem Nichts heraus sagt, dass er sich trennen will. Oder dein so sicher geglaubter Beruf nun nicht mehr sicher ist und du dir mit fortgeschrittenem Alter einen neuen Job suchen musst. Umweltkatastrophen und Kriege sind sehr drastische von außen auf uns zukommende Veränderungen, mit denen ein theoretisches Umgehen kaum möglich ist, und die Gedanken daran schon Angst bereiten.

Veränderung als Lebensgrundlage

Wenn du erkennen kannst, das Veränderung im Grunde deine Lebensgrundlage ist, und sie so alltäglich ist wie die Sonne am Tag und der Mond in der Nacht, dann kannst du dich viel leichter dem hingeben, was dir als deine Veränderung begegnet. Betrachte die Natur, sie ist ein einzigartiges Beispiel, wie Veränderung Tag für Tag geschieht. Beobachte, wie im Winter alles Tod erscheint und sich mit der ersten Frühlingssonne eine Vielfalt von Leben zeigt. Die Bäume erwachen zu neuem Leben, bilden Blüten, daraus formen sich Früchte, die wiederum dir und den Tieren als Nahrung dienen, zum Herbst lassen die Bäume ihre Blätter wieder fallen und ziehen ihre Kraft nach innen zurück. Es ist ein ständiger Kreislauf der Veränderung.

Entwicklung von der Geburt bis zum Tod

Und so wie die Natur sich stetig verändert, so ist auch dein Leben dieser wahrlich lebenslangen Veränderung unterworfen. Dein Körper entsteht aus einem Klumpen zusammengeballter Zellen, wächst und wird in die Welt hinein geboren. Als Säugling noch unbeholfen, kannst du als Kleinkind die Welt erkunden, kommst zur Schule und ehe du es dich versiehst bist du erwachsen, erlernst einen Beruf und gründest eine eigene Familie. Du erlebst, wie deine eigenen Kinder geboren werden, und merkst, dass die Jahre an deinem Körper nicht spurlos vorübergezogen sind. Wie gerne würdest du weiterhin von deinem erfüllten Leben voller Veränderung erzählen, doch du merkst wie die Kraft schwindet und deine Seele den schwachen Körper verlässt.

Du siehst, Veränderung ist überall und immer, und sie begleitet dich dein ganzes Leben lang. Wann kam der Mensch auf die Idee nach Sicherheit zu streben? Nach Sicherheit in einer starren Form, in der für Veränderung kein Raum ist. Es ist ein Trugschluss, denn Veränderung wird auch die Sicherheit einholen.

Welche Veränderung zeigt sich gerade in deinem Leben? Es ist an der Zeit damit deinen Frieden zu schließen und die aufsteigenden Ängste und Blockaden, die diesen Frieden behindern, endlich loszulassen.  ich lasse los – die Releasing-Online-Session ist perfekt dafür geeignet.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

3 Kommentare

  1. Das Autofahren war für mich immer ein rotes Tuch. Jahre bin ich Beifahrerin gewesen und habe mir damit sicher manchen Weg begrenzt. Nichts kommt von ungefähr: Meine Eltern waren zu ängstlich, haben es mir von Anfang an nicht zugetraut. In der Stadt brauchte ich es nicht. Ehe ich es mich versah, stand das wohlgepflegte Familienauto allein in der Garage, mein Vater war tot, meine Mutter plötzlich herzkrank. Kein Kontrolleur mehr und keiner, der half. Seit gestern morgen fahre ich durch die Dunkelheit über die Dörfer zur Arbeit in großer Angst, aber mit der Hoffnung, dass aus mir irgendwann eine selbstbewusste Fahrerin wird. So geht bei mir Veränderung. Gruß

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