arrive in life – im Leben ankommen

Die vergangene Woche brachte viele verdrängte Gefühle in mir ans Licht und lässt mich nun rückblickend erkennen, wo, wie und wann die Wendepunkte meines Lebens wirklich ausschlaggebend für meinen Weg waren.

Ich wollte als Seele nicht hier sein. Wollte dieses Leben noch vor der Ankunft wieder verlassen. Ich wollte im Meer der Stille verweilen und die Farbenpracht meiner Seele in der Stille genießen. Ich wollte keinen Körper, nicht dieses eingeengt sein in der Materie. Meine Seele wollte sich frei in der Stille bewegen, entfalten und schweben … wollte mit den Galaxien um die Wette leuchten und strahlen. Der physische Körper fühlte sich wie ein Käfig an in dem alles viel zu eng war. Ein Käfig in dem keine Entfaltung möglich schien. Ein Käfig, in dem jedes Gefühl sich in Schmerz verwandelte.

Dennoch hat ein Teil von mir beschlossen doch hierher zu kommen. Es war die Neugierde, wie es sein würde, wie es sich anfühlen würde in einem Körper zu sein. Voller Freude und mit offenem Herzen erlebte ich eine Welt die mich nach ihren Vorstellungen formte. Eine Welt in der ich vielen Herausforderungen gegenüberstand und in der das Vergessen meine Erinnerung an die Stille und die Farbenpracht meiner Seele verschlang.

Rückblickend wird mir so vieles Klar. Sonnenklar. In mir lebt eine unbändige Kreativität, die sich im äußeren Leben durch unzählige Handarbeitsformen, handwerkliches Geschick und schier endlose Neugier ausdrückt. Mein Farbempfinden ist so ausgeprägt, das ich feinste Nuancen erkennen kann.

Wenn ich mir überlege, wie lange Zeit ich versucht habe mich mit den Engeln zu verbinden, Channeln wollte, höhere Ebenen wahrnehmen wollte … Jetzt erkenne ich, dass dies zwar ein Zeichen meiner Flucht war, mir aber dennoch immer viele Antworten geschenkt wurden. Nur hören wollte ich sie nicht. Die hohe leichte Schwingung die mich wie magisch anzog, veranlasste mich auch irgendwann nach einem Namen … einem Seelennamen zu fragen. Ich weiß es noch wie heute, welche Energie mich durchflutete, als das Medium den Namen aussprach. Tränen liefen über meine Wangen und den Satz der zum Namen gehörte, den verstand ich schon nicht mehr.

Sirut – Mutter die aus dem Wald kommt … oh mein Gott 😉 wie lange habe ich mich dagegen gewehrt. Wie lange trug ich diesen Widerstand in mir. Nein ich wollte die Erde nicht, ich wollte den Himmel. Wobei mich der physische Mutteraspekt vor so vielen Jahren so reich beschenkte. Die Kraft in mir war grenzenlos, die Geburt war eine einzige Initiation, und das Gefühl der Liebe als meine Tochter auf meinem Bauch lag kann ich nicht beschreiben. Aber dennoch, selbst in all den Jahren der Unbewusstheit schwang das Gefühl `nicht hier sein zu wollen´ leise und manchmal ziemlich laut im Hintergrund.

Als um den Jahrtausendwechsel die Fassade meiner Ehe zu bröckeln begann, begann auch die Zeit der bewussten Suche, des langsamen Erwachens. Neben den Engeln waren es Drachen die mir begegneten und meine Neugier auf „die Welt da draußen“ schürten. Ich verschlang ein Buch nach dem anderen. Kristalle, Bachblüten, Engel, universelle Gesetzte … ich weiß nicht wie viele Themen sich da zeigten und mich veranlassten, meinen Geist mit unzähligen neuen Weisheiten und Erkenntnissen zu füttern.

Ein entscheidender Wendepunkt auf meiner Reise war das Jahr 2009. In diesem Jahr bin ich so tief in die Erde eingetaucht, so tief meinem inneren Wesen begegnet, wie schon lange nicht mehr. Ich kam in Berührung mit einer längst vergessenen Zeit … einer Epoche in der ich einst lebte … in der ich wirkte … und die mich zurück zu meinen Wurzeln und dem Grund weshalb ich heute lebte, führen sollte. Ich erlebte eine keltische Dorfgemeinschaft in einem leeren Freilichtmuseum. Ich sah Kinder, Frauen, Männer und alle blickten mich freundlich an und einige unter ihnen begrüßten mich. Vor lauter Tränen und Berührung konnte ich nicht sprechen. Es war im wahrsten Sinn des Wortes ein Nachhause kommen.

Wie die Geburt meiner Tochter, war auch dieses Erlebnis eine tiefe Initiation. Ich betrat eine Welt, die mich so tief mit Mutter Erde verband, dass ich es kaum für möglich hielt. Mit den Jahren die seither vergangen sind bin ich tief im Leben angekommen, habe deutlich spüren und erleben dürfen, wie die Zyklen des Lebens nicht nur um uns, sondern vor allem in uns wirken, das darauf mein ganzes Wirken aufbaut.

Lebensradweg ist der Weg, den ich seither gehe. Ein Weg, der mich mit den Kräften des Lebens mitten im Leben verbindet. Hier finde ich meine Wurzeln, hier darf ich erleben, wie geistiges und irdisches untrennbar miteinander verwoben sind. Ich habe gelernt, das Spiritualität nichts Abgehobenes ist … nichts, was mich ausschließlich mit geistigen Höhen verbindet. Spiritualität ist etwas, was in jedem Moment um mich herum geschieht. Ich kann sie in allem erkennen, was mir begegnet. Der Sonnenaufgang ist nicht kraftvoller als die Dunkelheit die ihm vorausgeht. Der Schmerz dem ich in mir begegne enthält die gleiche Liebe wie die Augen meiner Katze, wenn sie mich verträumt anschaut.

Erde, Feuer, Wasser, Luft, alles umgibt mich, wirkt in mir und durch mich. Pflanzen, Tiere, Menschen, Ahnen sind meine Wurzeln und verbinden mich mit der Freude und dem Feuerwerk meiner Seele. Täglich begegnen mir Wunder und Widerstände, doch ich weiß nun, das all dies die Schöpfungen meiner Seele sind, die mich an das erinnern will, was unter all den Geschichten liegt, die ich mir täglich erzähle. Und vor allem bin ich dankbar dafür, dass meine Seele mich so hartnäckig mit Möglichkeiten in Kontakt brachte, die ich mich an dieses Geschenk erinnerten.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

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2 Kommentare zu „arrive in life – im Leben ankommen

  1. Liebe Sirut, ich nenne diesen Bewusst/’Werde’gang „Verlebendigung“ .

    Ihn auszudrücken und mitzuteilen ist ein Aspekt der Liebe und wird manchem auf seinem Weg weiterhelfen.
    ***
    In Resonanz grüße ich dich herzlich und sage danke für deine Worte.
    Barbara

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