Dein Herz erblüht wie eine Rose ! – aber was ist mit den Dornen ?

Wieviel Rose bist du bereit zu sein?

Viel lässt sich immer wieder über das erblühen der inneren Rose lesen, der Herzensqualität der Güte und bedingungslosen Liebe. Mir stellt sich dabei die Frage, welche Rose ist damit gemeint, oder welcher Teil der Rose?

Die zart duftende Blüte, die sich aus den Knospen entwickelt? Die Unschuld, mit der sich die Rose dem Leben hingibt? Die Verwundbarkeit, die ihre Blütenblätter zeigen? Der berauschende Duft, der die Sinne vernebelt?

Welcher Teil der Rose bist du? Und wieso spricht niemand davon, dass Rosen eine Pfahlwurzel haben, die tief in die Erde hineinreicht? Und was ich noch wichtiger finde, wieso spricht keiner von den Dornen?

Bist du bereit in der Kraft der Rose auch ihre Dornen zu sein? Dich kraftvoll, manchmal für deine „Feinde“ sogar schmerzlich gegen Angriffe zu verteidigen? Deinen Lebensraum mit den dir zur Verfügung stehenden Waffen zu verteidigen?

Mir scheint, ich hätte bis dato immer nur vom Erblühen der Rose gelesen. Vor ihrer Blüte, die wir im Herzen tragen. Wenn die Blüte in unserem Herzen verborgen liegt, wo tragen wir die Dornen? An welcher Stelle in unserem Wachstum sind wir widerborstig? Gefährlich? Können andere sogar verletzen, wenn nicht gar töten?

Gehören die Dornen überhaupt zum spirituellen Bild der Rose? Oder sind sie wieder ein Teil, den es zu heilen, loszulassen, zu verschönern gilt?

Wenn ich mir meine prachtvolle Kletterrose anschaue, bin ich schon am überlegen, wie viele Risse und Wunden sie mir schon zugefügt hat, wenn ich ihr zu nahe komme, wenn ich ihre Triebe stutzen oder neu nach oben binden muss.

JA – zu einer Rose gehört das, doch darfst du als spirituell erwachende Frau auch deine Dornen zeigen? Wirst du da nicht gleich wieder als kratzbürstig abgestempelt? Ist es besser nur die duftende Blüte zu sein, die Bienen und andere Insekten anlockt?

Interessanter weise lande ich mit meinen Überlegungen ja auch grad voll in Bewertungen. Und doch habe ich im Lauf meines Weges festgestellt, dass es ohne Bewertung hier auf Erden nicht wirklich geht. Sind wir doch gebunden an Worte, Formen und Tag und Nacht. Und wenn ich einen Stuhl sehe, muss ich bewerten können, ob er mein Gewicht trägt oder nicht. Und die Rose – wie ist das nun mit ihr?

Will ich die Rose meines Herzens erblühen lassen und die Dornen verleugnen? Und wenn ich wollte, dürfte ich überhaupt? Oder nehme ich mir dann wieder nur die Rosine aus dem Teig, den ich dann liegenlasse oder verleugne?

Ich persönlich bin eher eine wilde Rose, und von daher habe ich einige Dornen, und diese schützen mich ja auch vor Angriffen. Diese Dornen sind sozusagen meine Grenzen, die zu überschreiten schon mal gefährlich sein kann. Nicht dass ich mutwillig verletze, doch zu Wehr setzen werde ich mich immer.

Ich könnte mir vorstellen, dass es dem Lotos ähnlich geht. Viele Menschen sehen die wundervolle Blüte und verleugnen dabei auch den Schlamm und den Dreck, aus dem diese Blüte entsteht.

Rose, Lotos, Gänseblümchen und Co. Sind einfach wie sie sind, und die Natur hat sich ganz sicher etwas dabei gedacht. Vielleicht können wir Menschen einfach wieder menschlich sein und nicht so viel darüber nachdenken, wie wir besser, anders, leichter, schöner oder kraftvoller wären.

Und der Vergleich mit der Rose ist letztendlich auch eine Bewertung der positiven und negativen Eigenschaften, die ich für mich annehme oder ablehne.

Letztlich sind all diese Vergleiche auch nur ungenügende Synonyme für etwas unaussprechliches, was in unserem Inneren geschieht.

Jetzt habe ich aber doch noch eine Frage zum Schluss, nämlich die, wie deine Meinung dazu ist, ob du dich als Rose oder Lotos erkennen kannst, und wie du zu Dornen bzw. Schlamm stehst.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

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