Unsere größte Angst ist es

Unsere größte Angst ist es, dass uns die Gefühle, die wir nicht fühlen wollen umbringen. Aus diesem Grund sind die Momente in denen sie an die Oberfläche brechen auch so schmerzhaft. Unser Verstand redet uns jahrzehntelang ein, wie gefährlich es ist diese Gefühle zu fühlen. Erzählt uns wie verletzlich und angreifbar wir dadurch sind. Welche Gefahren in den dunklen tiefen dieses Schmerzes lauern, die nichts weniger von uns fordern als unser Leben.

Dabei haben wir einfach nur vergessen, was da in uns schlummert. Wir haben vergessen, wann wir welchen Schmerz aus welchem Grund von uns weggestoßen haben. Und nun erfindet unser Verstand, unser Ego die feinsten Gruselgeschichten um das was geschieht, wenn wir diese Gefühle fühlen. Aus Angst davor schieben wir sie noch weiter von uns weg, noch tiefer ins Unterbewusste hinein.

Dass das wegdrücken keine Lösung ist weiß ein Teilt tief in uns, doch dieser hat kaum die Chance sich gegen die Gruselgeschichten zu behaupten. Also wartet auch er ab. Genauso wie die verdrängten Gefühle abwarten. Sie warten auf den Moment, in dem du unachtsam bist, in dem deine inneren Wächter ihre Pause einlegen, um dann an die Oberfläche zu steigen.

Leise und ohne Vorwarnung kriechen all die ungeweinten Tränen, all dieser ungefühlte Schmerz aus der Dunkelheit empor. Manchmal spürst du in dir ein unbestimmtes Unwohlsein, vielleicht eine Lustlosigkeit die dich überkommt, und dann nur wenige Atemzuge später wird daraus eine tiefe Traurigkeit. Den Schmerz der Welt tragend, die Tränen unzähliger Menschenleben weinend sackst du zusammen, denn deine verdrängten Gefühle ziehen dir den Boden unter den Füßen weg.

Wenn du bisher an dieser Stelle ein Ausweichritual hattest, was dich davor schützte, so weiß ich gerade aus eigener Erfahrung, dass auch diese nicht mehr greifen. Und wenn du gerade solch ein Ritual wie z.B. das Rauchen verabschiedet hast, kommt es dir vor als würde alles über dir zusammenbrechen. So ein Ritual kann aber auch das weglaufen vor den Gefühlen sein, eine Ablenkung einfach um nicht spüren zu müssen was sich da nun zeigen möchte.

Hinzu kommen all die Schmerzen verlorener Liebe, verlorenen Selbstvertrauens, all dein Glauben nicht gut genug zu sein, falsch zu sein, nicht liebenswert. All das kriecht wie ein schwarzer Schatten in dein Genick und löst eine weitere Welle unerlöster Tränen.

Habe heute und hier den Mut stehen zu bleiben. Finde in dir die Kraft zu bleiben, nicht davonzulaufen, dich nicht abzulenken. Habe den Mut dich mit deinem verletzten Herzen zu zeigen, ja dich ihm sogar noch anzunähern. Halte dich, umarme dich, spüre dich. Fühle in deinem Körper wo der Schmerz ist, lass den Tränen ihren Lauf und atme tief in all die Gefühle hinein.

Wir alle sind in dieser Zeit dazu aufgefordert, all diese unerlösten Gefühle in uns endlich anzuschauen, endlich zu heilen. Der Weg des Herzens führt keine lichte Straße entlang. Der Weg des Herzens führ dich zuallererst in die Dunkelheit in dir. Führt dich zu den Abgründen in dir. zu all den ungeweinten Tränen die sich Schicht um Schicht in dir zeigen.

Ich könnte jetzt sagen es tut nicht weh, es geht vorbei, der Schmerz ist auszuhalten, doch das sind Sätze die jede von uns als Kind gehört hat und die uns spüren ließen das wir falsch sind. Also kann ich dir hier nichts zu deinen Gefühlen sagen, nichts dazu, wie lange diese Phasen anhalten und mit welcher Kraft sie dich treffen.Ich kann nur erahnen wir du dich fühlst.

Ich kann aber mit einfachen Worten von meinen Gefühlen berichten, davon, was sich in mir zeigt, und wie ich diesem begegnet bin. In meiner Begleitung anderer und auch durch das beobachten meines Weges weiß ich aber, was dich höchstwahrscheinlich erwartet. Ich möchte allerdings keine Garantie dafür übernehmen, da ich den Plan deiner Seele nicht kenne, aber einen Versuch diesem Wunder zu begegnen ist der Weg allemal wert. Jetzt möchtest du ja noch erfahren was dich unter, hinter all dem erwartet – nichts weniger als das Licht deiner Seele.

Am Tag danach kannst du erkennen, wieviel sich da wirklich aus deiner Aura, deiner Seele und der Essenz die du bist, gelöst hat.

Dein spiritueller Weg mag zwar auf Licht und Liebe ausgerichtet sein, er ist in erster Linie aber ein Weg in deine Dunkelheit. Ein Weg in das Erkennen des Krieges in dir, die Befreiung aus deiner Gefangenschaft, der Freiheitskampf deines Herzens. Es ist dein einzigartiger Weg in Demut deiner Seele zu begegnen.

Wenn du bereit bist dich dem zu öffnen, dann wird deine Seele dir entgegenkommen, wird dir hilfreiche Engel zur Seite stellen und du wirst wissen wie sich dein Weg entfaltet, auch wenn du es gerad nicht sehen kannst.

Erst wenn du bereit bist der Dunkelheit und dem Schmerz in dir zu begegnen, wenn du deinen Widerstand gegen das loslässt was da ist, wenn du dem Glauben zu sterben nicht mehr glaubst, erst dann kannst du die unter all den Tränen die Liebe spüren, die deine Seele die ganze Zeit schon ist.

great blessings

Sirut Sabine

Sinn-Finderin, Seelen-Erinnerin, Herz-Öffnerin

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

BE YOURSELF – denn nur so kannst du dein Leben leben

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

time to change – ist mein neuer kostenloser Online-Workshop, der dich mit den Elementen des Lebens verbindet. https://lebensradweg.de/online/time-to-change.html

Merken

Merken

2 Kommentare zu „Unsere größte Angst ist es

  1. Hallo Sabine, ein sehr stimmiger Beitrag, der auch für meinen Wirkungskreis der Prävention vollkommen zutrifft. Ich musste oft innehalten und über meine eigenen Gefühle kurz nachdenken. Deine abschließenden Worte: „Alles ist mit allem verbunden …“ treffen den Kern vieler individuellen Probleme und persönlichen Sorgen, die einen Menschen – oft schmerzhaft – gefangen halten.
    Danke für de(ine)n Blogartikel. 🙂
    Sonnige Grüße
    Michaela

    1. Von Herzen danke für deine Worte liebe Michaela.
      Für mich ist es immer wieder so befreiend mitzuerleben, wie das, was in mir so abläuft Thema auf vielen Ebenen und in vielen Leben ist. Teilweise ist es für mich so selbstverständlich, das ich glaube jede/r fühlt so, und dann wieder so fremd, als würde nur ich diese Gefühle spüren. Und doch ist es so, das Alles mit allem verbunden ist und damit, deine Gefühle auch meine sein können, und meine deine.
      JA wir alle sind eben verwoben im Großen Muster der Welt.
      Herzensgrüße.
      Sirut Sabine

... was denkst Du darüber?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.