Rusty und die Heilung eines alten Traumas

Heute möchte ich dir gerne etwas von meinem gestrigen Tag erzählen. Von meinem Kater Rusty und wie sich tiefe innere Wunden in Wunder verwandeln können.

Angefangen hat dieser Tag wie jeder andere.

Der Wecker klingelte und nach dem Kaffee begann ich die Tages.Energie zu schreiben, als mich Rusty mit einem ungewöhnlichen Miau aus der Verbindung mit den Worten zog. Heiß und kalt wurde mir, denn plötzlich schob sich eine Erinnerung in den Vordergrund die erst wenige Jahre zurückliegt.

Damals miaut er auch so kläglich … und auch schon die ganze Nacht hindurch. Der Tierarzt stellte damals fest, dass er Blasensteine hatte und das bei einem Kater sehr gefährlich werden könnte. Hinzu kam, das er seit der Nacht vergeblich versuchte Wasser zu lassen und die Blase entsprechend voll war. Mit der ersten Versorgung durch den Tierarzt brachte ich ihn in eine Tierklinik. Es war wenige Tage vor Pfingsten und zum Glück war die Klink-Ärztin noch da und erwartete uns. Ich glaube 10 Tage war er dort und wir sind quasi auf den letzten Drücker angekommen, denn die Blase war bis zum Zerreißen gespannt.

Ich erinnere mich noch, als ich mit meiner Tochter damals die Klinik verlies. Kaum einige Schritte gegangen, fiel all der Druck von mir ab und ich brach in Tränen aus.

All diese Erinnerungen waren gestern wieder da.

Diesmal ahnte ich was geschehen könnte, wenn ich nicht schnell reagierte. Also habe ich den Tierarzt angerufen, konnte auch am Vormittag schon kommen. Rusty bekam zwei Spritzen und begleitende Medikament.

Den restlichen Tag verbrachte ich damit zu schauen, wo der Kater ist, ob er auf seinem Katzenklo war, wie es ihm geht, und was ich tun kann. Er war wie ein krankes Kind, überall wo ich hinging war er dabei, er suchte unentwegt meine Nähe, weil auch er immer noch ziemlich verängstigt war.

Im Laufe des Tages gab es für mich noch einige Dinge zu erledigen und mit jedem fortfahren und wieder nachhauskommen schien sich in mir mehr Druck aufzubauen. Ich hatte doch schon alle möglichen Versuche unternommen die Energien zu klären, doch irgendetwas waberte da noch, das konnte ich deutlich spüren.

Du musst wissen, er ist ein Indoor-Kater und hat im Haus mehrere Etagen in denen er sich frei bewegen kann. Als ich ihn am Abend dann wieder mit in die Wohnung nehmen wollte musste ich ihn tragen. Es schien, als würde hier etwas sehr Gefährliches auf ihn warten, und mein Kopf begann erschreckende Phantasiegebilde zu spinnen.

Jetzt ging alles ziemlich schnell.

Wir waren beide wieder in der Wohnung, Türe zu und ich setzte mich gerad vor den Laptop, weil ich keine Ahnung was wollte.

Plötzlich siegen aus den tiefen meines Körpers Tränen auf,

ein heftiges Schluchzen durchzuckte mich und schüttelte meinen Körper. In mich zusammengesunken weinte ich wie ein Kind. Bis mir auffiel, dass das verletzte Kind in mir einem anderen Aspekt Platzt gemacht hat, wenn es überhaupt da war. Mit aller Wucht stand ein Aspekt auf meiner inneren Bühne, den ich nur zu gut kannte. IMMER wenn irgendwo ein „Unglück“ geschehen ist, etwas schiefläuft oder kaputtgeht, steht er auf der Bühne.

Der innere Kritiker.

Einem Feldwebel gleich schreit er mich an: Das hast du ja wieder fein hinbekommen! Wieder hast du beinahe die Katze umgebracht! Du bist aber auch zu nichts zu gebrauchen! Du bist schuld, wenn der Kater nicht wieder in Ordnung kommt! … sind einige der Sätze die er mir nun um die Ohren schlägt.

Kurz durchatmend versuche ich zu erinnern, was meine Mentorin neulich sagte, als auch so viele uralte Tränen in mir aufstiegen. Atmen – und … – mir fiel es nicht ein. Aber dafür etwas Anderes.

Ich atmete nochmal durch,

setzte mich gerade und sprach mit lauter und klarer Stimme:

NEIN. Du lügst! Es ist falsch was du mir da erzählst! Niemand ist schuld! Weder ich noch der Kater! (in diesen Momenten bin ich froh alleine zu sein, ein anderer hätte womöglich die blaue Minna gerufen)

Wieder stiegen Vorwürfe in mir auf.

Wieder sagte ich laut und klar NEIN! Das ist eine Lüge! Du willst mich klein halten! Du willst nicht, dass ich die Welt sehe wie sie ist! Du willst das ich Angst vor dir habe. Doch das ist vorbei! Ich habe keine Angst mehr vor dir!

Mit jedem Wort war ich sagte,

mit jedem Atemzug den ich dabei tat wurde es in mir klarer, freier. Ich kann das Gefühl nicht wirklich in Worte fassen. Doch jetzt, hier, so im Nachsinnen kommt mir der Gedanke, dass es eine weitere Möglichkeit war, alte traumatische Energien in mir zu heilen. Und Loslassen geschieht manchmal echt auf seltsamen Wegen. Heulen und Lachen kannte ich dazu ja schon, aber diese Situation war auch mit neu.

Meine Geschichte möchte dir eine Inspiration sein und vielleicht erinnerst du dich daran, wenn auch in dir wieder einmal ein innerer Kritiker oder ein anderer Mitspieler auftaucht und versucht dich klein und minderwertig zu machen. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn du mir und den Lesern von deinen Erlebnissen berichtest. Vielleicht kennst du ja auch noch eine hilfreiche Möglichkeit diesen Stimmen zu begegnen.

Hinzufügen möchte ich noch, dass die Nacht ganz entspannt war, für den Kater zumindest, denn immer, wenn ich mich auch nur ansatzweise bewegte nahm er es als Aufforderung erneut beschmust zu werden.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

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