Mittwinter

Anfang Februar begegnet uns im alten keltischen Fest Imbolc die Mitte des Winters. Andernorts auch Mittwinterfest genannt, können wir uns hier noch einmal tief mit der Kraft des zur Wintersonnenwende neu geborenen Lichtes verbinden. Die Kelten feierten dieses Fest auch als Dank dafür, den Winter bisher so gut überstanden zu haben.

Nun sind wir in unserer fortgeschrittenen Zivilisation nicht mehr so unbedingt und gnadenlos dem Winter ausgeliefert, wobei es schon gerade in den letzten Tagen viel Trauriges zu hören gab. Mir stellt sich da die Frage, ob wir wirklich so zivilisiert sind, das uns nicht mehr bewusst ist, was es heißt Winter mit Eis und Schnee zu erleben? Immer wieder höre ich, das vor Schnee gewarnt wir, Schneechaos bevorsteht, oder ein Kälteeinbruch. Ich bin immer davon ausgegangen, dass es im Winter kalt ist, das Schnee fällt und die Straßen dadurch glatt sind. Vielen Menschen scheint hier wirklich die Angebundenheit an Mutter Erde und die Natur zu fehlen. Natur ist nicht etwas um uns herum, wir gehören ebenso zur Natur wie jedes Tier und jeder Baum. Baum. Da sind wir auch schon in der tragenden Energie dieser Station des Lebensrads. Die Pflanzen. Verdeutlichen sie uns doch, wie Winter ist. Was im Winter zu tun ist und wie man sich auf den bevorstehenden Frühling vorbereitet.

Hast du schon einen Baum gesehen und gehört, der jammert, das es ihm zu kalt ist. Der sagt, nö heute will ich nicht hier stehen und den Wind aushalten. Mit ist es auch zu kalt, um einen Vogel auf meinen Zweigen sitzen zu haben. Wo sind meine Blätter? Ich will meine Blätter zurück. Es sind die Menschen, die herumzetern und sich gegen all das was gerade ist wehren. Sie führen in und um sich einen Krieg mit der Natur, den sie nicht gewinnen können, und dabei bemerken sie noch nicht einmal, dass sie letztendlich gegen sich selbst Krieg führen. Dieser ganze Widerstand der da innerlich und äußerlich zu beobachten ist, der schön brav auf andere übertragen wird, nur um nicht selbst in der Verantwortung zustehen.

Sanft möchte ich den erhobenen Zeigefinger wieder sinken lassen. Möchte dein Herz berühren, so wie die Sonne es berührt und das Licht. Hast du schon bemerkt, dass es ein wenig später dunkel wird als noch vor zwei Wochen? Es ist nicht viel, aber dennoch bemerkbar.

Und hast du dich schon einmal gefragt, was die Bäume denn nun so anders machen als wir Menschen? Warst du mal im Wald und hast sie dir angeschaut? All die großen und kleinen Bäume, wie sie dastehen, als ob sie tot wären. Wenn du allerding einmal hingehst, ganz dicht heran und deine Hände auf den Stamm legst, kannst du fühlen, wie es darunter pulsiert. Einem verborgenen Fluss gleich bewegen sich die Säfte des Baumes auf und ab wie dein Atem. In sich ruhend sammelt so ein Baum all seine Kräfte, er bündelt sie, damit er bereit ist. Bereit für den Frühling. Bereit für die wärmende Sonne, die dann noch ein Stück höher am Himmel steht. Und dann irgendwann beginnt eine explosive Kettenreaktion. Wir kennen den Zeitpunkt nicht. Nur die Bäume kennen ihn. Und jeder Baum hat seinen eigenen Moment, in dem er alle in sich versammelte Kraft nach außen bringt. Der Moment, an dem die Knospen aufspringen und das erste zarte Grün das Licht der wärmenden Frühlingssonne erblickt.

Doch bis dahin haben wir Winter. Doch zum Monatswechsel, am 01./02. Februar feiern wir das Licht. Wir feiern, dass die Sonne weiter emporsteigt und uns an geschützten Stellen schon fühlen lässt, welche Kraft ihr innewohnt.

Wie ist es nun mit dir? Gönnst du dir Momente der Stille, des Innehaltens und Ausruhens? Oder bist du fortwährend am Suchen und am Tun? Nimm dir heute doch einfach mal eine Stunde Zeit um dich im Wald mit der Kraft eines Baumes zu verbinden. Lass dir von ihm erzählen was Winter ist und wie er am leichtesten mit dieser Jahreszeit auskommt. Vielleicht nimmst du ihm ein Geschenk mit, ihm oder dem kleinen Volk.

Wer weiß, was dir auf so einer Auszeit alles begegnet.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

2 Kommentare zu „Mittwinter

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