Gründung eines Frauenheilkreises

Anm. Um mir selber klarer zu werden und meine Gedanken zu sortieren, ist dieser Artikel so verfasst, wie die Worte in mir aufstiegen, so als würde ich mich mit meiner Seele austauschen. Auch meine Fragen an mich sind darin enthalten. Zugegeben er fängt etwas holprig an und daher möchte ich dich bitten doch bis zum Ende zu lesen (auch wenn das weit erscheint 😉 ), denn mit jedem Absatz lösen sich vorherige Verhärtungen, werden weicher und führen zu einem Ziel, was mich selbst sehr berührt.

Was möchte ich für Mutter Erde tun? Hier an dem Platz, wo so viel „Schaden“ durch den Bergbau entstanden ist. Ich es Schaden? Ich weiß es nicht. Ich fühle lediglich, dass es sich geringschätzend anfühlt. Wo fühle ich mich nicht wertgeschätzt? Wenn ich mir so überlege, welche Maschinen da im Bauch von Mutter Erde damit beschäftigt sind sie auszuhöhlen. Sie leerzuräumen. All das, was über Jahrmillionen gewachsen ist in wenigen Jahrhunderten auszumerzen.

Ich weiß auch nicht, ob es nur mir so geht, oder ob andere Frauen hier aus der Gegend ebenso fühlen. Für mich fühlt es sich gerade so an, als wenn nun die Zeit gekommen ist, darauf hinzuweisen. Fragen zu stellen. Es den Frauen und Männern bewusst zu machen. Wieso kommen sie selbst nicht darauf? Sehen sie wirklich nur das Geld? Oder schwingt da eine Angst mit, das, wenn sie darüber sprechen würden ihren Arbeitsplatz gefährden?

Es ist schon erstaunlich. Auf der einen Seite gibt es den Berggeist, der den Männern unterstützend oder verwehrend an der Seite steht, und wenn er mal wieder Löser hat fallen lassen, wird die Heilige Barbara zur Hilfe gerufen. Der Berggeist schürft unter der Erde und die Heilige soll die Bergleute beschützen. Beinahe fühlt es sich wieder wie ein Kampf zwischen Mann und Frau oder Hell und Dunkel an.

An manchen Tagen, wenn sich der Nebel nicht auflöst, und der Salzberg vollkommen darin eingehüllt und verschwunden ist, fühlt sich die Energie vollkommen anders an. Irgendwie freier und weiter, oder ist auch das nur mein Empfinden, weil es sich gerade wieder als Thema zeigt? Zugegeben, seit meiner Scheidung habe ich nicht mehr viel mit dem Werk und seiner Entwicklung zu tun, habe mich auch nicht weiter darum gekümmert. Was ich jedoch immer wieder wahrnehme sind die Beschwichtigungsversuche den Arbeitern gegenüber. Versuche eine Thematik schönzureden oder die Schuldigen außerhalb zu suchen, anstatt einmal wirklich Verantwortung zu übernehmen. Es kann aber auch sein, dass dies wiederum mein eigenes Thema ist.

Ich habe das Gefühl ich drehe mich im Kreis. Deshalb auch dieses Schreiben hier. Ob es meine Gedanken und Gefühle zu sortieren vermag weiß ich nicht.

Wenn ich so zurückdenke, waren die Männer und ihre Väter aus meiner Familie immer als Handwerker tätig. Einzig mein Großvater mütterlicherseits hat am Werk gearbeitet. Und dann mein Exmann. Oh nicht ganz, mein Bruder hat seine Ausbildung dort gemacht. Und du konntest echt froh sein, damals wie heute, wenn du dort untergekommen bist. Das war schon echt ein Privileg. Erst dann noch, wenn man bedenkt, wie viele Jahrzehnte schon gemunkelt wird, dass die Salzvorräte zur Neige gehen. Wenn dem wirklich so wäre, wieso sollten die Betreiber dann diese neue Filteranlage überhaupt bauen? Nein, ich will nicht auf den warum´s und wenn´s und aber´s herumreiten, die all die Firmenentscheidungen rechtfertigen oder nicht.

Die Frauen die hier leben und die Verletzungen, die Mutter Erde zugefügt werden, darum wollte ich mich kümmern. -kümmern- da ist ja der Kummer schon drin. Anders herum wird es klarer. Ich möchte mir darüber klarwerden, wie ich Mutter Erde hier an diesem Ort dienen kann. Wofür sie meine Hilfe braucht? Und ob sie sie überhaupt braucht? Vielleicht liegt der Schlüssel ja wo ganz anders.

Vor meinem inneren Auge taucht gerade ein Bild auf. Wenn ich an einem klaren Tag oben auf dem Siechenberg stehe und meinen Blick schweifen lasse, kann ich gen Osten schauen und sehe Bergbau. Dann sehe ich unser Werk, blicke weiter herum und kann beinahe die nächste Halde schon sehen. Jetzt stell dir mal bitte vor, unter all dieser Landschaft und dieser Radius reicht nicht aus! sind Salzlager „gewesen“ – jetzt ist diese Fläche unterhöhlt. Alles ist mit langen Tunneln, Strecken und Bunkern durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Ich weiß das es nicht nur hier so ist, im gesamten unterirdischen Bergbau sieht es so aus. Doch verstehe ich noch nicht, was dies mit mir zu tun hat.

Wie ich im Nachsinnen so nach links schaue, fällt mein Blick auf zwei Bilder. Eines zeigt Jesus, der mit seiner Hand auf sein leuchtendes Herz weist, das andere ist eine Tageskarte von heute, die noch oben auf dem Stapel liegt Health – Heilung, und darauf ist eine Frau abgebildet wie sie freudig durch Energiepunkte schwingt und Tauben vom Boden aufsteigen. Und die Nr. 9 hat diese Karte auch noch – erinnert mich wieder an die Qualität dieses Jahres – der Eremit, die Dunkelheit durchdringen und das innere Leuchten nach außen tragen.

Bin ich wirklich bereit mich dieser Auf-gabe hinzugeben? Bin ich wirklich bereit dazu mich mit all diesen Fragen den Frauen zu stellen, die sich davon angezogen fühlen? Ich habe doch selbst keine Antwort auf meine Fragen, wie könnte ich ihre Fragen beantworten. Eine innere Stimme flüstert gerade – und wenn sie die Antworten habe?! Wenn ihr euch nun gegenseitig eure Fragen beantwortet?! Womöglich trage ich eine Antwort in mir, wo eine andere Frau noch nicht um ihre Frage weiß. Oder eine kennt die Antwort auf eine meiner Fragen.

Lange Zeit habe ich geglaubt alles alleine schaffen zu müssen, oder selbst die Antworten in den tiefen meiner Seele zu finden, doch mit der Zeit bin auch ich 😉 dahintergekommen, das dem nicht so ist und schon gar nicht sein muss. Gerade als Frauen müssen wir nicht stark wie ein Kerl sein und alles alleine Rocken. Wir dürfen und müssen sogar, um wieder in unserer Weiblichkeit anzukommen, einen gemeinsamen Weg finden. Gemeinsamkeiten ergründen. Tiefe Gefühle zulassen ohne uns gleich dafür schämen oder rechtfertigen zu müssen.

Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken im Vorfeld. Vielleicht klärt sich alles ganz anders als sich mein Kopf das ausdenken könnte. Vielleicht sind diese Gedanken aber auch noch für etwas Anderes gut. Vielleicht berühren sie dich. Vielleicht inspirieren sie dich. Vielleicht bist genau du diejenige, die sich schon immer so eine Gemeinsamkeit unter Frauen gewünscht hat. Vielleicht hast du eine Freundin, die sich auch (noch) nicht traut, oder eine Bekannte, die sich schon seit einer Weile mit der Heilung für Mutter Erde befasst.

Ich glaube allerdings nicht, dass der Bergbau und die daraus entstandenen Verletzungen für Mutter Erde der dreh-und Angelpunkt sind oder bleiben, für mich fühlt es sich eher an als wenn das erst einmal mein Ausgangspunkt ist, um in Kontakt mit einer sich bildenden Gruppe kommen kann. Womöglich stehen bei jedem Treffen andere Themen im Mittelpunkt, das möchte ich noch gar nicht so festlegen. Nach meinem Gefühl geht es eher darum, die weibliche Kraft die jede von uns in sich trägt neu zu beleben, ihr Ausdruck zu verleihen, in welcher Form auch immer. Möglich wird das über Gespräche miteinander, überzuhören und dem Raum geben, was sich da zeigen möchte.

In einer Meditation oder Visionsreise bekam ich vor bestimmt einem Jahr einmal das Bild geschenkt, in dem ich mich im Kreis von vielen Frauen befand. Es wurde gelacht, getanzt und gesprochen. Es war eine ganz weiche und doch kraftvolle Energie die in diesem Bild mitschwang. Es ist schon komisch, wie man sich an solche Einzelheiten erinnert, obwohl so viel Zeit vergangen ist und so viele Dinge seither geschehen sind. Und doch ist das Bild so klar, als hätte ich es gerade eben gesehen.

Ob du ein Teil dieses Bildes bist weiß ich nicht, doch, wenn du gern an einem Lagerfeuer sitzen magst, wäre dies doch eine schöne Möglichkeit – oder. Ich kann uns beinahe schon darüber lachen hören, wie wir uns Geschichten von unserer ersten Begegnung erzählen und kaum glauben können so lange gewartet zu haben.

Ich habe keine Lust mehr zu warten. Geduld war nie meine Stärke, doch habe ich gelernt, dass manche Dinge Zeit brauchen um zu wachsen. Und vielleicht ist gerade jetzt die Zeit reif das du diese Worte liest.

Segen für dich und danke, dass du dir die Zeit genommen hast all diese Gedanken bis zu Ende zu lesen.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

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