(m)ein Herzens-Dienst für Mutter Erde

Gütiger Gott – wenn sich Aufgaben zeigen dann aber richtig.

Mein Leben hier an diesem Ort wird bestimmt durch den Kalibergbau. Ich selbst lebte beinahe 25 Jahre durch diese Ausbeutung von Mutter Erde. Ich genoss die Vorteile dieses Reichtums in der Form, dass mein damaliger Mann eine Menge Geld verdiente. So wie viele hier bemerkte ich nicht, was eigentlich geschah. Heute in meiner Meditation sah ich ein erschreckend anderes Bild. Ein Bild welches sich kaum in Worte fassen lässt und womöglich auch der Hintergrund ist, weshalb ich nie den Impuls hatte, von hier fortzugehen. Viele Orte habe ich betrachtet und mein Herz befragt, ob ich dort nicht besser wirken könnte. Doch jedes Mal spürte ich eine tiefe Wahrheit darüber, dass ich genau an dem einen richtigen Ort bin, um mein Leben in den Dienst von Mutter Erde zu stellen.

Am Freitag (11.11.2016) wurde mir zutiefst bewusst was damit gemeint ist. Es geht schlichtweg um den Schmerz der Mutter. Den Schmerz, den die vielen Maschinen in ihrem Bauch verursachen. Den Schmerz über die Männer, die sie tagtäglich ausbeuten und immer noch mehr wollen. Ein Schmerz der den Frauen hier nicht ansatzweise bewusst ist.

Ist Mutter Erde doch unser Spiegelbild. Unser Gleichnis um das zu erkennen, was in uns geschieht.

Hier wird sie ausgehöhlt und vergewaltigt – tagtäglich muss sie sich dem Raubbau und der Machtgier hingeben ohne dass sie auch nur im Entferntesten dafür geehrt würde. Immer mehr Salz soll gefördert werden, und immer mehr Abwässer entstehen. Die Abraumhalden wachsen und die Menschen beschweren sich, das bei ihnen die Sonne früher untergeht.

Vor Jahren schon hatte ich immer wieder das Gefühl ich spüre den Schmerz der Welt und würde ihn tragen – heute spüre ich ihn so deutlich das ich glaube mir zieht es den Boden unter den Füßen weg. Ich spüre jedoch nicht nur den Schmerz von Mutter Erde die hier immer wieder penetriert wird, ich spüre auch die Schmerzen all der weiblichen Seelen, die sich nicht gegen diese Tat wehren können. Ich spüre die Verzweiflung, und wie sie sich von dem Verdienst ihrer Männer durch den Bergbau abhängig machen.

JA, es ist ein guter Verdienst, doch rechtfertigt er diese Vergewaltigung?

Und dazu noch die Frage – wohin mit dem „Müll“ der nicht für „gutes Salz“ verwendet werden kann? Seien es nun die Laugeleitungen die in der letzten Zeit für Aufruhr sorgten oder die Abraumhalden. Es ist die Verantwortungslosigkeit der Konzerne, die die Menschen hier in Angst und Schrecken hält, und durch diese Angst vor dem Nichts zu stehen verschließen die Menschen ihre Augen. Erst vor kurzem gab es diese Menschenkette, die auch wieder nur die Angst gefüttert hat, anstatt sich für neue Möglichkeiten zu öffnen. „Wenn der Bergbau stirbt, stirbt die Region“ – was für ein Schwachsinn. Doch mit der Angst sind Menschen schon immer leicht zu manipulieren. Und wer Angst hat denkt nicht über neue Möglichkeiten nach.

Ich weiß nicht, wie ich diese ganzen Worte und Gefühle in mir für ein friedliches und heilendes Leben umsetzte kann und soll, doch eines weiß ich mit Sicherheit, es wird – IST – Zeit, dass sich die Frauen hier mit Mutter Erde rück-verbinden um ihre eigenen inneren Verletzungen, die schon seit Jahrtausenden in uns wuchern endlich zu heilen.

12.11.2016 der Weg wird klarer

Mein Anliegen ist weder, die Industrie noch den Bergbau zu verteufeln, ich möchte einfach darauf aufmerksam machen, was geschieht. Was mit Mutter Erde geschieht. Und was in so vielen Frauen abgespeichert ist. Mein Anliegen ist die Wunden in uns Frauen sichtbar zu machen. Die Verletzungen, die wir schon über Jahrtausende in uns verdrängen. Den Schmerz von Mutter Erde, die uns mit so vielen Segnungen beschenkt und wir doch nie genug bekommen.

Wie sehr wünsche ich mir, das jede/jeder Einzelne hier erkennt, das Leben so viel mehr ist, als täglich acht Stunden in einem Büro oder unter Tage zu verbringen. Und doch spüre ich in diesem Wunsch einen Teil Angst. Eine Angst vor dem was ich hier womöglich initiiere, eine Angst die mein Ego mir versucht einzureden, dass ich, wenn ich mich so deutlich positioniere angreifbar sein könnte.

Ich spüre aber auch wie tief in mir eine Veränderung stattfindet.

Wenn wir begreifen, dass Mutter Erde uns viele ihrer Schätze freiwillig schenkt um uns zu nähren, und jedoch dabei verkennen, was wir durch diese Ausbeutung für einen Schaden unter- und oberirdisch herbeiführen, wird uns dies eines Tages wieder einholen. Schon einmal – oder besser mehrmals – hat Mutter Erde gezeigt, dass es ihr ein leichtes ist, ihre Wunden wieder zu verschließen indem sie sich öffnet.

Lasst uns gemeinsam als Frauen den Schmerz in uns erlösen. Lasst uns gemeinsam für Mutter Erde wirken und beten und damit wir auch ihren Schmerz erlösen. Es geht meist um die Themen ANGST, MACHTMISSBRAUCH und SCHULD, und diese haben wir aus so vielen Generationen übernommen. Lasst uns beginnen, diesen Schmerz in uns – in jeder einzelnen und für alle gemeinsam zu heilen. Für und mit unseren Ahninnen und für unsere Töchter.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

Gerne unterstütze ich dich dabei, deinen Weg zu erkennen um ihm zu folgen.

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© Sirut Sabine Haller

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