BewusstSEIN

Wenn ich in mein bewusstes SEIN falle, gibt es nichts, was ich dafür oder damit tun müsste. Es gibt nur diesen Moment, der mir zeigt wie liebevoll und lebenswert das Leben ist. Da ist tiefe Freude. Da ist ein Hauch von Ewigkeit.

Als ich diesem Gedanken und dem Gefühl heute früh begegnet bin, hat es so ziemlich alles in Frage gestellt, worüber ich mein Leben bisher definiert habe. Ich erkannte, dass all diese Konzepte einfach nur Konzepte sind, die etwas zum Vorschein bringen wollten, was eh schon immer da war und ist. Für den Verstand ist es schwierig Worte dafür zu finden, denn Worte bedienen eben den Verstand, der dazu neigt diese in richtig und falsch zu ordnen. Und plötzlich gibt es kein richtig oder falsch mehr. Es gibt ein so oder so. Es gibt diesen Weg oder diesen Weg. Und jeder Weg führt mich in die gleiche Richtung. Jeder Weg scheint der Richtige und gleichzeitig ein Umweg zu sein, denn im Grunde gibt es nichts wohin ich gehen oder kommen könnte. Alles ist da. Genau vor meiner Nase und doch kann ich es nicht sehen und folge einem Weg, der mich dann zu einem scheinbaren Ziel führt.

Ein Ziel. Ich möchte an ein Ziel kommen. Doch was soll das für ein Ziel sein? Wenn ich davon ausgehe, das alles in mir ist und ich alles bin, wo sollte ich dann einen Weg finden oder ein Ziel erreichen? Und wie lang wäre der Weg überhaupt? Gibt es ihn oder ist auch er nur ein Konstrukt, eine Erfindung meines Verstandes, der vergessen hat woher ich komme und wer ich bin? Dann sind da wieder Momente und Situationen in denen ich vollkommen bei mir bin und ich ganz genau fühlen kann woher ich komme und wer ich bin. Ich fühle mehr als deutlich diese Verbindung IN mir. Dieses BewusstSEIN, was aus mir heraus einfach nur IST.

Sind all die Situationen, Menschen, Umstände in meinem Leben wirklich von Bedeutung, und wenn ja, welche Bedeutung haben sie? Sind sie nicht viel mehr Hinweise darauf, dass ich mich erinnere, welche Gefühle ich hier erleben möchte um sie in meiner Vielfalt der Einheit zu verstehen? Dass ich ein Gefühl kennenlerne was sich hier in der unterschiedlichsten Form zeigt, um schlussendlich zu erkennen, dass es nur ein Gefühl ist? Denn wieso sollte ich Schmerz erleben wollen, wenn nicht aus dem Grund, dahinter oder darin die Liebe und Gnade zu erkennen, die mir wieder bewusst macht, das ich eine Erfahrung der nichtvorhandenen Liebe er.leben wollte.

Scheinbar lässt sich diese Idee auf alles umsetzen. Denn wieso sollte ich ein Konstrukt wie ein Ego, eine Identität oder einen Namen aufbauen was meine wahre Essenz verdeckt? Es ist wie mit dem unbeschriebenen Blatt, was darauf wartet beschrieben zu werden. Doch solange wir es nicht selbst beschreiben und zwar mit dem was unseren Kern ausmacht, solange leben wir eine Vorstellung davon wie wir sein sollten. Wir schreiben Dinge und Wahrheiten auf, die wir einmal gehört haben, die andere uns vorgegeben haben – es erinnert mich gerade an die Diktate im Deutschunterricht. Und dann, wenn wir einen Aufsatz schreiben sollten wurde der für gut oder schlecht befunden, weil er für den Lehrer am Thema vorbeiführte. Aber ist das nicht schon der erste Versuch uns zu erinnern? Der erste Versuch unsere – oder besser – die Vision unserer Seele für dieses Leben zu formulieren? Allerdings wird dann mit der Bewertung von gut und schlecht wieder von außen auf unserem Blatt herumverbessert und es werden Wahrheiten darauf gebrannt, die auch nur von Hörensagen kommen.

Der Moment in dem wir erkennen, dass die Worte die wir hören uns berühren und wir sie in Frage stellen, gleicht dem Kauf eines neuen Blatt Papieres – oder eines Buches mit unbeschriebenen Seiten. Ab diesem Moment betrachten wir die bisher beschriebenen Seiten, lesen nach, fragen nach und all das was unserem Herzen widerspricht wird herausgerissen. Und das manchmal sogar im wahrsten Sinn des Wortes. Dann nämlich, wenn wir aus den bisherigen Gewohnheiten und bekannten Situationen durch was auch immer herausgerissen werden um einen gänzlich neuen Weg einzuschlagen.

0-sunrise-1625514_1920

Ab hier beginnt unser Abenteuer. Das Abenteuer Leben. Ohne Fahrplan. Ohne Reiseführer oder Landkarte. Allerdings mit einem einzigen Hilfsmittel, was uns schon immer zur Verfügung steht. Mit einem Kompass. Dem Kompass unseres Herzens. Und egal ob wir ihm bisher gefolgt sind oder nicht erkennen wir, wie oft er uns einen Hinweis auf die Richtung gab, den wir manchmal erst im Nachhinein als solchen erkannt haben. Mit diesem Kompass und der Vorfreude auf das was uns von nun an begegnet starten wir unser Abenteuer. Vollen Mutes begeben wir uns auf eine Reise, die im Grunde schon lange begonnen hat. Eine Reise hin zu unserer Ent-wicklung, die all das ent-wickelt was unser BewusstSEIN sozusagen eingewickelt hat. All die Ge-Schichten beginnen sich zu lösen. All die Gefühle zeigen ihr wahres Gesicht und erlauben uns das zu fühlen, das zu SEIN was wir sowieso schon immer sind.

Somit gibt es nichts, was wir hinzufügen oder verbessern müssten was unser SEIN vervollkommnet. Wie brauchen lediglich all das Loszulassen, was uns glauben lässt, wir seien weniger als reines BewusstSEIN.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

Merken

Merken

Merken

... was denkst Du darüber?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s