Jedes Gefühl ist einfach wie es ist.

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Es ist so unglaublich ergreifend, die Gefühle zu fühlen, die da in mir sind. So bewegend. So eine Tiefe. Da ist diese Freude, die mich seit Tagen begleitet. Selbst in Situationen, die ich vorher nicht mochte und denen ich lieber ausgewichen bin. Sie scheint alles zu überstrahlen. Sie ist so tief, so motivierend. Und dann schlägt sie um in Traurigkeit. Eine tiefe Traurigkeit, die nun da sein darf. Ich brauche nichts mit ihr zu tun. Nichts ist so traurig wie dieser Moment. Und doch ist es anders als zuvor. Etwas hat sich verändert. Der Widerstand ist verschwunden. Der Widerstand, der mich sonst gegen diese Traurigkeit hätte kämpfen lassen. Ich kann sie sein lassen. Sie darf sein. Und ich bin mit ihr. Und mit diesem Sein vergrößert sie sich und verändert sich gleichzeitig. Sie berührt mich aber sie verletzt mich nicht. Sie berührt mein Herz und ich meine in Tränen auszubrechen und doch sind es beinahe schon wieder Freudentränen. Oder Tränen des Berührt Seins, der Rührung. Die Traurigkeit ist da und darf sein. Und die Freude ist da und darf sein. Die Bedeutung die ich ihnen früher gab hat sich verändert. Es scheint fast als würde Wasser durch mich hindurchfließen. Wasser welches über Steine sprudelt und dann wieder sanft über Sandbänke. Jedes Gefühl ist einfach wie es ist.

Zugegeben, es ist eine vollkommen neue Erfahrung meine Gefühle so zu fühlen. Es ist erstaunlich was geschieht, wenn ich aufhöre meinen Gefühlen ein Thema oder eine Be-deutung zu geben. Mein Verstand beruhigt sich -irgendwie- und ich lasse die Gefühle fließen. Klar gibt es kurze Sequenzen in denen Worte oder Erinnerungen auftauchen, die ich damit verknüpfen könnte, und doch sind auch diese anders. Das Bedürfnis eine Erklärung zu finden schwindet.

Wir wollen immer wissen wieso wir uns gerade so und so fühlen, doch welche Rolle spielt das wirklich? Es lenkt uns nur ab. Es lenkt unsere Aufmerksamkeit zum Verstand und damit weg vom Gefühl. Dieses darüber nachdenken er-klärt das Gefühl nicht. Es malt es mit Farben an. Meist sind diese dann schwarz oder weiß. Und je mehr wir versuchen rot, gelb, grün hinzuzufügen umso mehr entfernen wir uns vom Gefühl. Denn dieses ist nicht mit dem Verstand zu er-klären.

Ge-fühl – wie das Wort schon sagt geht es ums Fühlen. Und Freude und Traurigkeit sind da nur zwei. Doch wie ist es mit all den anderen Gefühlen? Niemand hat uns gezeigt wie es ist wenn die Gefühle einfach da sein dürfen. Immer wurde uns eingebläut das unsere Gefühle falsch sind, das etwas damit nicht stimmt, und wir uns nicht so anstellen sollte, nicht so weich, hart, stur, ängstlich oder was auch immer sein sollten. Aus diesem Glauben heraus ist unsere Trennung von unseren Gefühlen entstanden, unser Irrglaube Gefühle seien etwas was wir er-klären müssten.

Wir sind so darauf trainiert unsere Gefühle in Gut und Schlecht einzuteilen das wir gar nicht mehr wissen was gut oder schlecht überhaupt be-deutet. Und so sind wir bei jedem Gefühl was in uns auftaucht automatisch mit dem Verstand dabei einen Grund und eine Erklärung zu suchen. Lernen wir diesen Automatismus zu durchbrechen, ihn anzuhalten und beginnen wir zu fühlen was da wirklich ist, wird das Leben um einiges bunter. Mit einem Mal öffnet sich eine ganze Farbpalette in uns und wir erkennen, fühlen, riechen, schmecken, hören die Welt mit ALLEM was wir sind.

Jedes Gefühl ist einfach wie es ist. Wenn du es fühlen kannst ohne ihm eine Be-deutung zu geben, kann es dich tragen wie eine Welle die kommt und geht.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

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2 Kommentare zu „Jedes Gefühl ist einfach wie es ist.

  1. Ja, liebe Sirut, Gefühle sind einfach Gefühle und sobald wir diese kommen und gehen lassen, sie spüren und einfach annehmen – ohne zu analysieren – sprechen sie ihre ganz eigene Sprache. Eine Sprache, die wir wieder lernen dürfen. Da liegt Lachen und Weinen ganz nahe beieinander – oder ist es einfach eins?
    Mir geht es im Moment ähnlich und irgendwie spürt sich alles in mir neu an. Nicht fremd, aber neu. Es macht mich neu-gierig. Es ist wie ein Abenteuer. Ich erreiche neue Inseln und beginne sie zu erforschen. Nicht mehr mit der Machete, dafür aber mit Geduld und Sein. DaSein. WahrSein. EchtSein. Das tut gut und macht frei.

    Ich danke dir für deine Wunderbaren Worte und freue mich für dich und deine neue Insel.

    HerzLicht
    Martina

    1. Danke liebe Martina für deine so überaus passenden Worte und das Bild einer Insel. Ja irgendwie ist es wie Neuland zu entdecken. Und Ja – Lachen und Weinen scheinen eins zu sein. Auch wenn ich keine Worte dafür habe – keine Landkarte, so bin ich doch -sozusagen abenteuerlustig- um mich auf dieses Abenteuer einzulassen.
      Segen für dich und Herzlichste Grüße

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