Die Kirschen in Nachbars Garten

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Kannst du die leuchtend roten Kirschen sehen? Dort drüben, in Nachbars Garten. Wie sie durch das kräftige Grün der Blätter noch mehr zu leuchten scheinen. Sei nicht traurig, wenn du keinen solch prächtigen Kirschbaum hast. Und auch nicht, wenn der Nachbar dich nicht zum Kirschenessen einlädt. Vielleicht ist mit ihm auch gar nicht gut Kirschenessen. Vielleicht ist er auch sehr darauf bedacht, das weder Mensch noch Tier von seinen Kirschen nascht. Womöglich hat er Flatterbänder aus Folie in den Baum gehängt um die wenigen Vögel zu vertreiben, die sich in seinen Garten verirren.

Es kann durchaus auch sein, dass er etwas schnippisch über den Zaun hinüberlugt, um dir hier und dort einen Hinweis zu geben, wie du deinen Garten aufzuräumen und zu pflegen hast. Ihn stört es sicherlich, dass die Samen von Löwenzahn und Gänseblümchen in seinem englischen Rasen Fuß fassen wollen.

Lass dir davon nicht den Tag vermiesen. Er weiß nichts von deiner Fülle. Er hat keine Ahnung, welch wundervolle Schöpfung dein Garten ist. Er weiß nicht, was du alles schmackhaftes und heilendes aus deinen Wildkräutern zauberst. Er kann sich nicht einmal vorstellen, dass man davon einen Salat zubereiten kann. Er hat keine Bienen und Hummeln auf seiner Wiese, die emsig von Gänseblümchen zu Klee und dann hinüber zu den Waldkräutern summen. Er kennt nicht die Farbenpracht der Schmetterlinge, die an den Blüten der Korbblütler naschen. Oder das Lied von Amsel, Meise, Star. Du kannst mit nackten Füßen im taufrischen Gras laufen, er würde sich bei dem Gedanken schon einen Holzbock einfangen.

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Warte noch ein Weilchen. Lass den Sommer ins Land ziehen, und dann kannst du diese knackig-saftigen Äpfel von deinem alten Apfelbaum ernten. Die eignen sich so wunderbar für einen leckeren Kuchen, oder süßes Apfelmus. Dann kannst du dich mit der Nachbarin auf der anderen Seite austauschen. Sie hat diesen alten Pflaumenbaum. Du kennst ihn. Er war schon alt, als du noch Kind warst. Und die Pflaumen daran waren immer saftig und süß. Und die Nachbarin ist schon älter, aber immer noch zu Scherzen und Streichen aufgelegt. Gemeinsam backt ihr einen kleinen Kuchen, trefft euch am Zaun, wie Zaunreiterinnen es immer gemacht haben. Ihr trinkt euren Kaffee, haltet ein Schwätzchen und verdutzt winkt euch der Nachbar vom Kirschbaum aus zu. Er hält einen Teller in der Hand. Darauf ist ein Stück eures Kuchens. Die alte Dame hat einen Lausbuben mit dem Teller losgeschickt, ihn vor die Tür zu stellen, und mit einem Klingelstreich davonzulaufen. Sie lacht herzhaft. Du lachst. Und ihr beide wisst, auch im nächsten Jahr ist mit dem Nachbarn nicht gut Kirschen essen. Doch das macht nichts. Ihr habt Äpfel. Und Pflaumen. Und den Zaun. Und eine Menge Spaß.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

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