Luft und Liebe und Lust und Laune

Mit den Frühlingsequinox und Ostern – Ostara – sind wir im Lebensrad beim Element Luft angekommen. Der Atem des Lebens fällt mir dazu ein. Mal tief durchschnaufen nach dem zähen Winter. Den Wind der Welt um die Ohren fegen lassen, um damit den Staub aus den müden und eingefahrenen Gedanken herauszupusten.

Neue Ideen und neues Leben zeigen sich IN der Welt. Und in deinem Inneren? Ist es da noch so wie immer oder bist du bereit für neue Ideen? Hast du die Fensterläden deines Herzens noch verschlossen, oder weht der sanfte Frühlingswind in alle Ecken?

Ob nun vor oder jetzt nach Ostern ist überall Frühjahrsputz angesagt. Der Staub des Winters wird hinausgefegt, und frische Farben halten Einzug. Mit dem Aufräumen von Haus und Hof stellt sich vom Außen ins Innen gehend die Frage, wie bereit bist du wirklich loszulassen?

Wie bereit bist du, deine liebgewonnenen Abneigungen, deinen Frust, deine Wut oder deine Traurigkeit über vergangenes loszulassen? Oder willst du auch in diesem Jahr wieder den alten Dramen und Mustern hinterher rennen, damit sie dich wieder von DEINEM Leben abhalten?

Nun ja, es ist deine Entscheidung. Doch der Frühling in meinem Leben setzt immer wieder enorme Prozesse in Gang. Sei es, das ich die Schränke ausmiste, die Wohnung streiche, oder – und was ich noch lieber mache – mich mit meinen alten Glaubensmustern beschäftige, um diese sehr sorgfältig auszusortieren.

Da hat sich mit der Zeit so viel Mist angesammelt. So vieles, was ich erkenne, was gar nicht auf meinem Mist gewachsen ist. So viel, was ich von außen übernommen habe. Ja klar, manches davon fühlte sich zum damaligen Zeitpunkt stimmig an, doch viele hat mich mehr verwirrt, als Klarheit zu schaffen.

Gerade bin ich wieder so einem Muster auf der Spur und darf erneut erkennen, dass es mir Wurscht wird, was andere von mir und meiner Arbeit denken. Ich tue das für mich. Ich lasse für mich los. Ich gehe meinen Weg für mich. Gerne lasse ich mein Umfeld daran teilhaben, doch nur noch dann, wenn sie mich fragen, was ich da gerade tue. Meinem Ego schmeckt das ja überhaupt nicht. Mein Ego möchte gesehen, beachtet und meist gerne verhätschelt werden. Es versucht sich in den Vordergrund zu drängen, hier und da behilflich zu sein um ja nur Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch hier, in den Worten mischt es sich immer wieder ein. Das kannst du so nicht schreiben. Was sollen deine Leser davon denken. Und dann mogelt es immer wieder falsche Buchstaben ein, damit ich aus dem Takt komme und nur ihm zuhöre und schreibe was da unterschwellig rumbrodelt.

Doch um wieder zu den neuen Ideen zu kommen muss ich erst einmal tief durchschnaufen. In dem ganze hätte, könnte, sollte bin ich so weit vom Ursprung des Lebensrades weggedriftet, das es mich gestern wie ein Schlag getroffen hat. Leise hat sich ein Konzept aufgebaut, welches zwar sehr stimmig ist, aber dennoch nicht wirklich mit dem einhergeht, was meine ursprüngliche Berührung mit den Elementen und Daseinsebenen in mir ausgelöst hat.

Somit freue ich mich auf einige Stürme im April, sodass weitere alte Muster aufgewirbelt werden um losgelassen zu werden. Und so wie ich gestern noch das Moos aus dem Rasen vertikutiert habe, so ruckelt es auch gerade in meinem Inneren. Back to the Roots, ist im Moment mein Motto.

Dahin zurück, was die erste Begegnung in mir ausgelöst hat.

Freude. Liebe. Verbundenheit. All.Ein.s.Sein. Leben.

Natürlich freue ich mich darüber, wenn du meine Worte liest, dich davon berührt fühlst, oder mir hier und da ein Gefällt mir gibst, doch es ist nicht (mehr) der Auslöser meiner Arbeit. Ich weiß beim besten Willen gerade nicht, wie es weitergeht, doch tief in mir spüre ich eine so große Freude, dass selbst das egal ist.

Möglicherweise sollte ich meinen Workshop „I am walking“ mal für mich vorziehen und schauen, wohin mein Weg mich führt. Im Außen kann ich noch kein Ziel erkennen, doch im Inneren spüre ich, dass der Weg mich immer wieder zu mir selbst zurückführt.

Und so schaue ich den Wolken zu, die vom Wind über den Himmel getrieben werden. Atme, wie ich noch nie geatmet habe und lasse mir vor den Regentropfen den verstaubten Pelz waschen. Und wie die Wolken im Wind ziehen Gedanken, Ideen oder Erinnerungen einfach weiter.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

Gerne unterstütze ich dich dabei, deinen Weg zu erkennen um ihm zu folgen.

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

Um immer über die aktuellen Beiträge informiert zu werden, kannst du dem Blog ganz einfach per eMail folgen, dann erhältst du die neusten Artikel direkt in dein Postfach. Unabhängig davon erscheint montags der neue NewsLetter, in dem ich dich über aktuelle Themen und Angebote informiere. Den Anmelde-Link dafür findest du auf http://lebensradweg.de

© Sirut Sabine Haller

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4 Kommentare

  1. Ja so ist es. Viele finden es ok selber auf dem Zahnfleisch zu kriechen, aber Hauptsache den anderen geht es gut.. und wenn sie dann noch dafür bezahlt werden meinen sie, erst recht alles von sich geben.zu müssen. Ich bin dankbar da vieles für mich erkannt haben zu dürfen. Eine Kundin sagte mal zu mir, weil ich die Behandlung ihres Tieres beendet habe, da es dem Tier zwischenzeitlich gut ging und ich aus meiner Sicht zwar für das Tier als Therapeutin passend war aber nicht für sie… „Sie hätten viel Geld bei mir verdienen können.“ Da muss ich noch heute drüber lachen und es zeigt, dass die Frau nicht verstanden hat worum es mir geht. 😉

  2. Sehr schön. So ähnlich sieht es aktuell auch bei / in mir aus. Was wiederum zeigt: alles ist gut wie es ist, wie auch wir gut sind wie wir sind. Und auch ich schreibe und bastele meine HP auch in erster Linie für mich. Was auch immer daraus entstehen mag. Ich glaube das ist mit die wichtigste Erkenntnis, dass jeder für sich an 1. Stelle steht und erstmal alles Gute für sich selbst macht. 😉 Wir haben unendlich viele Gaben und Geschenke zu geben. Da wir das alles meist erst beginnen neu wieder-zuerkennen, muss sich auch alles in unserem Inneren erst mal wieder neu ordnen. Und dann zeigt es sich, wie es hinaus in die Welt möchte. 😉

    • Ja genau … Schritt für Schritt … 😉

      ich muss mal noch was ergänzen …
      … leider haben viele von uns gelernt – wenn nicht gar eingeimpft bekommen, zuerst anderen zu helfen, andere zu unterstützen, ihnen beizustehen. Dabei kam die eigene Befindlichkeit immer erst ganz zum Ende dran. Das gilt es nun wieder „umzulernen“. Nichts gegen Hilfsbereitschaft, doch die darf nicht auf Kosten der eigenen Selbstliebe in Aufopferung verfallen.

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