Jedem Tod folgt eine Geburt!

Wir haben solche Angst vor dem Tod, dass wir das Sterben so weit von uns weggeschoben haben, ohne uns bewusst zu sein, wieviel von uns tagtäglich stirbt.

Jeden Tag sterben in unserem Körper unzählige Zellen – und neue werden geboren ohne dass wir es bemerken. Erst, wenn unerlöste Emotionen beginnen sich als Krankheit im Körper zu manifestieren erahnen wir unsere Sterblichkeit. Schnellstmöglich wollen wir die Krankheit wieder loswerden und bemühen alle möglichen Ärzte, auf der Suche nach Hilfe. Dabei lassen viele immer noch außer Acht, das sich die Krankheit als Folge einer nichtgeheilten Emotion oder Aufgrund eines Traumas erst entwickeln konnte.

Ähnlich ist es mit den Stunden eines Tages. Jede Minute sterben 30 Sekunden. Wann hast du dir denn das letzte Mal Zeit genommen, einfach zu beobachten und zu sein. Ich könnte dir jetzt davon erzählen, dass sich die Zeit ausdehnt, wenn du ihr nicht nachjagst, doch das ist mein Empfinden, und du darfst gern deine eigenen Erfahrungen damit machen.

Dann gibt es da noch unseren Besitz, den wir so liebevoll umhegen. Auch er ist schon mit der Anschaffung einem leisen Sterben unterworfen. Alterserscheinungen und Abnutzungen lassen nicht lange auf sich warten.

Und abends, wenn du dich zum Schlafen in dein Bett legst, bist du dem Tod ganz nahe. Dein Tagesbewusstsein schaltet ab und wir alle dürfen Dankbar sein, das der Körper auch dann noch einwandfrei funktioniert.

In der Natur sterben im Wechsel der Jahreszeiten Blätter, Blüten und Früchte, nur um im darauffolgenden Frühling neu geboren zu werden.

Doch viele andere Dinge „sterben“ auch noch in unserem Leben. Eine Beziehung endet. Der Job wird dir gekündigt. Oder ein Jobwechsel steht bevor. Die Kinder verlassen das Haus. Du verlässt deine Heimat und ziehst an einen anderen Ort. Das sind auch jedesmal „kleine“ Tode, die dein Leben begleiten.

Diese Liste lässt sich sicher noch weiter fortführen, doch ich glaube du siehst schon jetzt, wieviel Tod und Geburt im täglichen Leben auftaucht und wieder verschwindet.

Eine tiefe innere Angst vor dem eigenen Tod schürt natürlich weitere Ängste und lässt dieses Thema sehr erschreckend erscheinen. Doch im genaueren hinschauen erkennst auch du, das diese Angst aus deiner Erinnerung an die Vergangenheit und/oder der Sorge um die Zukunft herrührt.

Und jetzt, da du diese Worte liest, sind die Gedanken dazu schon gestorben, um neuem Platz zu schaffen.

Nutze die kleinen oder größeren „alltäglichen“ Tode um der Geburt von etwas neuem beizuwohnen. Denn – egal was da stirbt, es gibt IMMER eine neue Geburt und weiteres Leben.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst.

Gerne unterstütze ich dich dabei, deinen Weg zu erkennen um ihm zu folgen.

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© Sirut Sabine Haller

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