Reich der Pflanzen – Nord-Osten – IMBOLC

Im Rad des Lebens die frühe Kindheit

In der Mitte des Winters lässt uns das erste Frühlingsfest um den 01. Februar herum erahnen, dass die Tage langsam wieder heller werden. Das zu MODHRO geborene Kind hat den Winter und die erste Zeit gut überstanden und in der Entwicklung Fortschritte gemacht. Dies ist auch die Zeit der frühen Kindheit. Das Baby wird zum Krabbelkind, was nach und nach die Welt erkundet, zu laufen beginnt und im Garten des Lebens die ersten Schritte wagt.

Im Lebensrad ist dies die Zeit des Lernens, des Loslassens, des Laufens und des Wachstums. Wenn wir unsere natürlichen Grenzen kennen, können wir nicht fallen. Wir wissen, dass die Eltern da sind und uns auffangen und unterstützen. Wir können dazulernen, neues wagen und erkunden, wir sind von Liebe umhüllt.

Wie ein kleines Pflänzchen, das umsorgt und gepflegt werden will um sich zu entfalten, so trägt auch der kleine Mensch schon all sein Potential in sich. Doch wenn der Gärtner nun beginnt, ihm lästig erscheinende Triebe zu stutzen, oder es immer wieder aus der Erde holt um zu sehen wie weit die Wurzeln gewachsen sind, wir das Pflänzchen sich nicht entfalten können, es wird innerlich und äußerlich verkümmern. Als liebevoller Gärtner jedoch, stelle ich dem Pflänzchen vielleicht einen Stab zur Seite, an den es sich bei Bedarf anlehnen kann, wenn beispielsweise der Wind zu stark ist, oder die Beinchen noch etwas wackelig sind. Das Pflänzchen wird dann gehalten, aber nicht eingeschränkt und kann selber ausprobieren, wo es Hilfe braucht, oder sich selbst helfen – halten – kann. Es kann immer wieder neue Spiele ausprobieren, mit Luft und Wind, mit Regen und Sonne, mit den Insekten die es besuchen kommen, und im Schauen auf seine großen Brüder – die Bäume und anderen Pflanzen.

So wird auch das Kind wachsen und gedeihen und mit jedem Erlebnis weiter voranschreiten.

Jahreskreisfest IMBOLC – Mariä Lichtmess

IMBOLC ist das Fest des Lichts. Dieses erste von drei Frühlingsfesten fällt auf den 01. Februar. Es wurde als Dank Fest gefeiert, das der Winter bisher so gut überstanden wurde, und in der Hoffnung, dass die Vorräte ausreichen.

Der Name „Imbolc“ bezieht sich auf die Milch des Mutterschafes, welche die erste frische verfügbare Nahrung zum Ende des Winters und im neuen Jahr der Kelten war. Es ist ein Fest des Neuanfangs, der Wiedergeburt und des Wiedererwachens der Natur.

Ein Fest für den Sieg des Lichts über die Dunkelheit.

Das an MODHRO oder YULE geborene Licht gewinnt an Kraft und steigt aus der Erde empor. Die Tage werden merklich länger und heller, auch wenn der Winter noch nicht vorbei ist.

Sein Weiterleben hat dieses alte keltische Fest im heutigen Maria Lichtmess.

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Entwicklungs-Verletzungen die hier verborgen liegen können

Überbehütet – Alleingelassen – Abgeschoben fühlen – Zwang vs. Wille – Sauberkeit – Zurückhalten – Ausscheiden – Geben und Nehmen – Scham und Zweifel

Die Station der Pflanzen beschreibt im Lebenskreis die Zeit des Kleinkindes. Durch Laufen, Sprechen und Sauberkeit lernen, entwickelt das Kleinkind mehr Loslösung von der Mutter. Die Themen festhalten und loslassen stehen im Raum und der Kindergartenbesuch, oder Töpfchengang, entwickelt sich zum täglichen Machtkampf zwischen Mutter und Kind. Hingehen oder zuhause bleiben, Strenge oder Nachgiebigkeit, Loslassen oder Festhalten. Hier entwickeln sich der Eigenwille und das Ich-Bewusstsein des Kindes ebenso wie ein erster Einblick in Ursache und Wirkung. Die Welt wird auch ohne den Schutz der Mutter erkundet. Das Kind erlebt sich zunehmend als Einzelwesen und betrachtet die Eltern als Vorbild, denen es nacheifert. „Ich bin, was ich will“, stellt als Ich-Erkenntnis des Kindes auch die Eltern vor eine große Herausforderung. Das Kind lernt nun, das es seinen Willen in emotionalen Explosionen durchsetzen kann, ohne die Liebe der Eltern zu verlieren. Eltern, die diese Kindheitsthemen noch unerlöst in sich tragen, können dem Kind nicht Halt und Freiheit gleichermaßen gewähren. Eine Mutter, die dieses Thema in sich nicht geheilt hat, ist mit einem in seinen Emotionen explodierenden Kind dermaßen überfordert, das sie entweder zu hart oder zu seicht darauf reagiert. In diesem mütterlichen Zwiespalt kann auch das Kind für sich nicht unterscheiden, ob seine Wünsche in den ausbrechenden Gefühlen als gut oder schlecht wahrgenommen werden. Eine zu strenge Erziehung führt hierbei zu Scham und Zweifel, und kann sich später in zwanghaften Charakterzügen ausdrücken: kleinlich oder geizig in Bezug auf Liebe, Zeit und Geld; Betonung von Recht und Ordnung, Pünktlichkeit und Fleiß; perfektionistische Ansprüche; frühreifes strenges Gewissen, sehr selbstkritisch; Unsicherheit und Zweifel an sich selbst; Putzzwang oder Waschzwang.

Im Zusammensein mit anderen Kleinkindern erfährt unser Kind nun, wie diese sich verhalten. Dein Schippchen wird schnell zu meinem Schippchen und das Geschrei um die Bauklötze des jeweils anderen ist laut zu hören. Diese Sandkastenrangeleien sind wichtig um die eigenen Grenzen zu erkennen und die, die andere setzen. Wenn dabei immer wieder eine führsorgliche Mutter eingreift und sicher gutmeinend und liebevoll auf das Kind einredet, seine Spielsachen zu teilen, nimmt das dem Kind den Mut, seinen Willen zu behaupten. Im Zweifelsfall bedeutete es ja, dass ein durchgesetzter Wille die Liebe der Mutter verringert. Mütter die in ihren eigenen Grenzen und mit ihrem eigenen Durchsetzungsvermögen lasch und verschüchtert umgehen, oder durch die Unterdrückung dieser Gefühle überbetont streng und aggressiv, tragen eben diese Verletzung des kleinen Mädchens in sich. Möglicherweise wurden sie sehr früh von der Mutter getrennt oder erlebten einen gestrengen Vater, der die Scham seines eigenen „nicht nehmen könnens“ in sich dadurch verbarg.

Erste Inspirationen für dein Loslassen

Ich lasse los …

… die Wut auf meine Eltern, die mich nicht als den/die gesehen haben die ich bin

… den Schmerz darüber nicht geben und nehmen zu können

… die Angst davor loszulassen

… die Trauer darüber dem Willen meiner Eltern ausgeliefert gewesen zu sein

Mögen alle Wesen sich an die Liebe in ihrem Herzen erinnern und wieder glücklich sein.

In Liebe. Deine Sirut Sabine.

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