Die andere Seite der Haaresbreite

– – Wut tut gut – Wut als cholerische Ausdrucksform – Wut ist unkontrollierbar … sind nur einige wenige Glaubensmuster rund um die Wut und ihre Möglichkeit nach Ausdruck.

In meinem bisherigen Leben habe ich gelernt, wie ungehörig, ungeliebt und verabscheuungswürdig es ist, seine Wut auszudrücken.

Gerade die weibliche Wut wird in Grenzüberschreitungen oft als zickig empfunden. Doch hier nur aus einer gewissen Hilflosigkeit heraus, da wir nicht wirklich gelernt haben mit dieser entfesselten Urkraft in uns in Kontakt zu kommen, geschweige denn sie auszudrücken. Was wir allerdings damit sehr schnell lernten, ist unsere Wut zu unterdrücken.

Ich schreibe einmal wir, weil ich viele Frauen kenne, die des Friedens willens lieber angepasste und brave Mädchen waren und sind, als überall hinzukommen.

Auch ich wurde sehr früh für mein als Bockigkeit bewertetes Gefühl verurteilt. Wenn Wut in mir aufkam, konnte ich sie nicht kontrollieren, geschweige denn im geschützten Rahmen ausdrücken. Irgendwann begann ich zu glauben, dass dieses Gefühl in mir schlecht ist. Und nicht nur das Gefühl. Niemand außer mir hatte dieses Gefühl, und niemand drückte es oder ein ähnliches in dieser Weise aus. Also musste mit mir etwas nicht stimmen. Und dieses Gefühl, das ich falsch bin, wenn ich dieses Gefühl zeige verstärkte sich aus der Kindheit hinaus in die Pubertät hinein. Mit den Jahren lernte ich es zu verstecken, und nur selten kam es zum Vorschein. Doch wenn das der Fall war, schien ein Orkan zu toben. Ohne Kraft mit der ich dieses Gefühl nach unten drängen konnte, brach es sich nach außen Bahn. So war es wenig verwunderlich, das schon mal eine Tasse vor der Wand landete.

Wieder schauten mich alle verwundert an. Wieder suchte ich den Fehler bei mir. Wieder begann ich in mir eine Veränderung herbeizuführen und dieses unbändig kraftvolle Gefühl noch tiefer zu vergraben.

Die vielen Momente in denen ich um Haaresbreite explodiert wäre habe ich aufgehört zu zählen. Diese vielen Momente versuchte ich zu vergessen, habe meine Aufmerksamkeit schnell wieder anderem zugewandt.

Drei Jahre Loslassen haben Schicht um Schicht der alten Muster aufgelöst. Haben meine Gefühle mir selbst gegenüber geklärt. Haben mich verstehen lassen, was in der Kindheit geschehen ist.

Heute kann ich in meiner Wut stehen. Ich kann sie mit Worten ausdrücken. Kann sie fühlen. Bin mit ihr ohne sie verstecken zu wollen.

Ich kann sie in meinem Körper bewegen, auch wenn im Ausdruck Tränen auftauchen. Ich versuche stets bei mir zu bleiben, versuche meine Gefühle so klar wie möglich auszudrücken. In jeder Wut begleitet mich das Bild Jesu, als er die Geldwechsler aus dem Tempel warf. Und wenn ich in meine Wut hineinspüre, fühle ich ein deutliches Ja für mich, was eben für das Gegenüber ein Nein bedeuten kann. Je nach Situation.

Heute weiß ich, dass auch dieses Gefühl, dieser Teil zu mir gehört. Die Wut ist ein Teil meiner Kraft und sie lässt mich sehr deutlich Recht von Unrecht und Wahrheit von Lüge unterscheiden. Dieses Unterscheidungsvermögen lies mich bereits als Kind Recht von Unrecht unterscheiden – doch was wusste ich zu dieser Zeit schon …

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

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