Annehmen was gerade da IST

Jetzt spiele ich diese Rolle schon 10 Monate und mehr. Mal bewusster mal unbewusster. Tagtäglich befasse ich mich mit meinem Körper. Ich horche und fühle in mich hinein, achte auf das ganze System und doch stellt sich das gewünschte Ergebnis nicht ein.

Das Gewicht schwindet nicht. Es scheint, als seien die Pfunde und Kilos so fest mit meinen Knochen verwachsen, als müssten sie mich vor etwas beschützen.

Ich führe seit Monaten Tagebuch über meine Essgewohnheiten. Schaue, was meinem Magen gut tut, und worauf er sauer reagiert. Trinke Tee, esse Gemüse. Lasse Nudeln, Kartoffeln und Mehl weg. Doch am Gewicht verändert sich nicht viel.

Dem Körper geht es im Grunde gut. Das ganze System freut sich über mehr Energie. Spaziergänge machen erstaunlich viel Freude. Und durch die seit August wiedergewonnene Rauchfreiheit ist vieles sehr viel freier und leichter geworden. Doch die Kilos sitzen fest.

Als ich vor ein paar Tagen meiner Freundin am Telefon davon berichtete, schlich sich die erklärende Antwort von allein in mein Bewusstsein.

Auch ihr erzählte ich, wie oben beschrieben, was ich alles tue, mache und weglasse. Und das eine Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme nun mal etwas Zeit benötigt ist mir auch klar.

Im Erzählen geschah dann plötzlich etwas anderes.

Ich konnte tief in mir eine Traurigkeit wahrnahmen. Ich begann nachzuforschen, wer oder was da war, wovon diese Traurigkeit ausging. Ich fühlte tiefer hinein. Der erste Impuls dazu war, das ich ein Bild von einem in der Ecke kauernden Wesen fühlte. Nun kam zum traurigen Gefühl noch Wut hinzu, vermischte sich mit Verzweiflung und einem Hauch von Enttäuschung.

Im Fühlen konnte ich bemerken, dass es nicht um das Gewicht verlieren ging. Im Fühlen bemerkte ich, das sich da etwas anderes zeigen wollte. Ich spürte noch einmal tiefer und es begannen sich Worte zu formen. „Liebe mich doch einmal so wie ich gerade bin:“

In meinem Versuch mit der Ernährungsumstellung auch an Gewicht zu verlieren vergaß ich vollends, das dieser Körper nun schon so lange Zeit eine Heimat für meine Seele darstellt. Ich konnte nur noch die Speckröllchen sehen, und die Hose die unaufhörlich auf den Magen drückte.

Ich vergaß das wirklich anzunehmen, was gerade da war. Auch wenn ich nicht wusste und noch nicht weiß, wieso es so ist. Doch nun ich kann meinem Körper sehen wie er ist, ohne mich dagegen zu wehren. Da der Körper in seinen inneren Abläufen ja ohne mein Zutun funktioniert, wird er sicher auch einen Grund haben noch eine Weile an den Pölsterchen festzuhalten.

Für mich persönlich fühlt es sich freier an. Der Druck den ich mir zuvor mit dem Abnehmen gemacht habe schwindet.

Ich kann in Frieden sein mit dem was ist.

Die bisher erreichten Ziele der Entgiftung und Entsäuerung werden mir deutlicher als zuvor. Die Tagbuchnotizen helfen mir verträgliche und unverträgliche Nahrung zu erkennen. Allein das Zubereiten dieser Nahrung macht mir täglich mehr Freude.

Und vielleicht ist es ja hier auch so, wie in den vielen anderen Themen des Lebens. Wenn ich das Annehmen kann was gerade ist, kann es sich entspannen und beginnt von selbst sich zu verändern.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

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