Wasser – Westen – MABON

Herbsttagundnachtgleiche

Im Rad des Lebens die Zeit des reifen Erwachsenen

In dieser Zeit des Lebens, des Lebensrades treten langsam unsere tiefen inneren Gefühle wieder in den Vordergrund. Die eigenen Kinder sind groß, die Arbeitszeit nähert sich der Rentenzeit und das bisherige Leben wird aus einer neuen Warte heraus betrachtet. Wichtigkeiten verschieben sich, die eigene Gesundheit tritt in den Vordergrund und die Freizeit nimmt mehr und mehr Raum. Die eigenen Bedürfnisse treten in den Vordergrund, und wieder ist eine Zeit gekommen, die Struktur des eigenen Lebens zu betrachten, doch diesmal unter Einbezug der tiefsten inneren Gefühle.

Der Brunnen der Erinnerung – vielleicht steigen Kindheitsträume aus ihm empor, vielleicht aber auch unerledigtes und verdrängtes.

Jahreskreisfest MABON – Erntedankfest

Die Herbsttagundnachtgleiche fällt auf die Zeit des 22./23. September. Die Kräfte von Licht und Dunkelheit sind für einen kurzen Moment ausgewogen, doch nun beginnt die Zeit des Abstieges der Sonne und somit der kürzer werdenden Tage. In der Landarbeit und auf dem Feld ist das Gröbste nun vollendet. MABON ist auch das Fest des Todes der Sonne – des Vaters – und zugleich das Fest des Sohnes (des Kindes der Götter, das zum OSTARAFEST gezeugt wurde und nun im Schoß der Mutter heranwächst).

Mit dieser Zeit und diesem Fest verabschieden wir uns von der Sonne und ihrem Licht und gehen in die dunkle Jahreszeit. In diesem Abschied um den Tod der Sonne liegt jedoch das Wissen um das Göttliche Versprechen der Geburt neuen Lichtes, das von Jahr zu Jahr und von Leben zu Leben immer wieder eingehalten wird.

Entwicklungs-Verletzungen die hier verborgen liegen können

Ruhestand – Berufswechsel – Enkelkinder

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Die Zeit des Alters bringt die Zeit der Weisheit. Hier können die Erlebnisse, Geschichten und Erfahrungen an die nächste Generation weitergegeben werden. Doch diese Zeit birgt auch die Gefahr von Isolation und Einsamkeit, weil ein Zuviel an alten Erfahrungen leicht zu Dogmatismus neigen lässt. Das ausgeglichene Wechselspiel zwischen alt und neu kann hier nochmal neue Wege eröffnen und Möglichkeiten aufzeigen, in angemessenem Rahmen das erworbene Wissen weiterzugeben. Eine möglicherweise auftauchende Schwermut, das das eigene Leben nun bald zu Ende ist, kann den Impuls geben, lange vergessenes und weggeschobenes doch noch anzuschauen, zu klären und zu vergeben.

homeless-850086_1280In der vorangegangenen Station durfte die Mutter sich in ihre Rolle als Frau und Partnerin einfügen, und in dieser Station ist es der Mann, der mit dem Hinblick auf den Vorruhestand nach neuen Betätigungsfeldern Ausschau halten darf. Wieder steht der Sinn des Lebens zur Debatte und damit die Aufgabe die nun wachsende Freizeit damit auszufüllen. Erikson beschreibt diese Ich-Erkenntnis mit dem Satz „Ich bin, was ich bereit bin zu geben“ und lässt dadurch den Hintergrund und Sinn alter Geschichten, Weisheit und Sagen neu aufleben. Unser aller Leben ist geprägt von Geschichten, seien es nun die eigenen oder die alten Erzählungen. Ebendiese Geschichten machen unser Leben aus, und im Weitergeben unseres Erlebten können Rückschlüsse gezogen und Erfahrungen ausgetauscht werden.

In allen Kulturen hat es den Kreis der Alten gegeben. Allerdings wird in der heutigen Zeit zunehmend darauf verzichtet, da eine auf Jugend und Schönheit ausgerichtete Marktwirtschaft die Angst vor dem Alter und dem Alleinsein schürt. Schon früh beginnen wir die Älteren und Alten aus unserem Leben zu verbannen. Jung und Dynamisch sollen die Geschichten sein, mit denen unser Leben berieselt wird. Und in diesem Berieseln von außen geht ein vielfältiges Wissen um Handwerk, Glauben, Wissenschaft und Lebenskunst verloren. Somit verlor sich auch die Spur unserer europäischen Schamanen im Strudel der Vergessenheit. Märchen und Sagen werden durch Heile Welt- oder Zukunftskriegsgeschichten ersetzt, die weitaus brutaler sind als jedes Märchen.

Erste Inspirationen für dein Loslassen

Ich lasse los …

… die Trauer schon so viele Freunde verloren zu haben

… die Wut auf meinen Partner, der mich nur noch wie eine Putzfrau behandelt

… die Scham darüber noch sexuelle Lust zu verspüren

… die Angst der Welt nichts Bedeutendes zu hinterlassen

… den Schmerz darüber nicht mehr jung zu sein

Mögen alle Wesen sich an die Liebe in ihrem Herzen erinnern und wieder glücklich sein.

In Liebe. Deine Sirut Sabine.

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