die Angst der wilden Frau sich selbst zu Erkennen

TB-027

Ganz dunkel kann ich mich daran erinnern – und es ist auch auf manchen Bildern meiner Kindheit zu sehen – dieser ungebändigte Ausdruck einer wilden Kraft.

Durch die anerzogenen Verhaltensvorschriften wurden diese kraftvollen Züge in mir zunehmend unterdrückt und als falsch empfunden. Doch ab und zu bahnten sie sich aufgrund des Unterdrückungsversuchs sehr kraftvoll und unkontrollierbar ihren Weg. Und wieder wurde ich dafür verurteilt und für falsch empfunden. Wut und Zorn könnten kraftvolle Kreativität sein und fördern, doch in ihrer Unterdrückung wirken sie zunehmend zerstörerisch. Somit zog sich dieses Falsch-sein-Gefühl durch mehrere Lebensjahrzehnte. Körperliche Reaktionen und Einschränkungen oder Ausdehnungen in Form von u.a. Sodbrennen, Magendruck, Übergewicht waren die Folge.

Ich selbst vertraute mir nicht mehr. Ich selbst begann zu glauben, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt. Mit Medikamenten besserten sich zwar die körperlichen Symptome, der innerliche Druck jedoch blieb. Zum Glück kann ich heute sagen, bin ich von den stärkeren Süchten verschont und „nur“ bei Zigaretten hängen geblieben. Doch auch diese konnten die in mir sich langsam freisetzende Kraft nicht länger unterdrücken.

Mit dem Schritt in das viere Lebensjahrzehnt begann die Veränderung. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens fiel ich in die dunkelsten Tiefen in mir selbst zurück.

ALLES in Frage stellend machte ich mich auf die Suche nach meiner Tiefe.

Die Schatten in mir zu ergründen, ihnen zu begegnen und sie somit als Teil von mir erkennend, habe ich die Liebe in meinem Herzen erblickt.

Es tauchten Worte wie Hexe, Schamanin, Heilerin, Seherin auf, die etwas in mir in Schwingung versetzten um gleichsam eine Angst aus allen Zeiten und allen Leben hervorzuholen.

Ich wollte nicht wie die anderen sein, jedoch hatte ich auch Angst davor ich selbst zu sein.

Zu tief waren die Wunden darüber in anderen Leben für meine Kraft verfolgt und bestraft worden zu sein. Zu groß war die Angst, in diesem Leben wieder nicht bestehen zu können.

  • Doch mit jedem Schritt in die Tiefe, mit jeder Begegnung dieser Angst, mit jedem Hineinfühlen konnte Heilung geschehen.
  • Mit der Begegnung der Zeiten in mir konnte ich Frieden schließen mit den Verfolgern.
  • Mit jedem Eintauchen in meine Tiefe entdeckte ich eine größere Lieb und Verbundenheit zu ALLEM WAS IST.
  • Mit jedem Loslassen der Angst wurden tiefere Schichten der Kraft freigelegt.
  • Mit jedem Loslassen der unterdrückten Gefühle konnte ich tiefer fühlen als zuvor.

Und je mehr Widerstand gegen die Hexe, die Schamanin, die Heilerin und die Seherin ich losgelassen habe, umso leichter, weicher und kraftvoller fließen die Energien in mir und durch mich hindurch, sodass ich heute unendlich dankbar bin für den Weg, den ich gehen durfte.

Heute bin ich dankbar für das was war, das was ist und das was sein wird.

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

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2 Kommentare zu „die Angst der wilden Frau sich selbst zu Erkennen

  1. … das *falsch-sein-Gefühl* wie du es beschreibst ist ein Verbrechen
    das an Kinder- und Menschenseelen begangen wird…
    ich kenne das nur zu gut …

    Meine Oma gab mir das Gefühl *falsch* zu sein,
    meine Mutter, meine Lehrer,
    meine Schwiegermutter, mein ehemaliger Mann ….
    und noch unzählige andere Menschen….
    Dies setzte sich lange fort in meinem Leben …
    Segen dir und allen die in brauchen oder wollen.
    M.M.

    1. Ich bin so froh, das ich es heute erkennen kann. Leider gibt es das auch heute noch allzuoft. Möge der Segen des Erkennens sich weiter verbreiten, somit ein Gefühl des „Ich bin gut so wie ich bin“ in Allem und Jeder und Jedem wachsen kann.

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