Feuer – Süden – LITHA

Sommersonnenwende

Im Rad des Lebens die Zeit der späten Jugend und des frühen Erwachsenseins.

Wir haben unsere Erfahrungen in der Pubertät gesammelt, das andere Geschlecht kennen gelernt und die Spiele der Liebe erfahren. Doch da sind unsere Prägungen der Kindheit, vielleicht noch Gefühle des Verlassen Werdens, Verlustängste aus denen heraus wir klammern und schon vor Beginn einer Beziehung Erwartungen in uns aufkeimen. Jetzt ist es an der Zeit, diese alten Verletzungen anzuschauen, loszulassen und somit zu heilen.

Vertrauen wir der Flamme des Lebens in unserem Inneren – diesem Lebensfunken in unserem Herzen, der wertungsfrei Liebe gibt und nimmt? Oder sind wir noch verhaftet in Reststücken alter Liebesbeziehungen, in denen das Geben und Nehmen unausgeglichen war? Haben wir Angst davor, unsere wahren Gefühle zu zeigen, wiederum aus Angst verletzt oder ausgelacht zu werden. Angst davor uns selbst in einer Beziehung zu verlieren – unsere Gefühle zu unterdrücken oder ggf. verblassende Gefühle zu überspielen. Diese ganzen Ängste resultieren aus Prägungen der Kindheit, Geschehnissen die wir in die tiefsten Tiefen unserer Seele verbannt haben, um nie wieder solch einen Schmerz zu fühlen. Doch die Zeit ist gekommen, die Tore unserer Seelen zu öffnen und das was dort verborgen liegt anzuschauen. Fühlen wir den Schmerz, die Angst, die Wut, lassen wir die Gefühle und Bilder in uns aufsteigen, egal was da kommt. Wenn wir nach und nach, und Stück für Stück davon loslassen, kann Heilung geschehen. Wir können die Liebe als das sehen, was sie ist. Nicht ein verlieren im anderen sondern eher ein ergänzen des anderen und uns selbst. Dann kann die Flamme des Lebens in unserem Herzen erstrahlen, nach außen leuchten und den anderen erwärmen – für uns und unser so-sein.

Jahreskreisfest LITHA – Johannistag

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Die Sommersonnenwende am 21. Juni bezeichnet den längsten Tag des Jahres und ist das Fest um Fülle und Reichtum, und Ausdruck der Kraft und Macht der Sonne. Litha markiert den Höhepunkt der Fruchtbarkeit der Natur. Alles steht in voller Blüte. Es ist ein Fest des Dankes und auch der ideale Zeitpunkt zum Kräutersammeln. Zum Bildnis dieses Festes und des Überflusses gehören Kräuterkränze, mit denen Wegkreuze, Heiligenbilder und Türen geschmückt wurden. Das Johanniskraut steht in direkter Verbindung mit diesem Fest und der Sonne und man sagt, wenn es an diesem Tag zur Mittagszeit gesammelt wird entfaltet es seine stärkste Heilkraft.

Noch heute gibt es den Brauch der Johannisfeuer, in dem der Freude über den Sommer Ausdruck verliehen wird. Hiermit huldigt man dem Sonnengott und bringt ihm Rauchopfer dar. Das Springen durch das Feuer gilt als Reinigungsritual, Pärchen können gemeinsam springen um ihrer Liebe Ausdruck zu verleihen; und man kann symbolisch Altes ins Feuer geben um es loszulassen.

Die Sommersonnenwende steht für den Höhepunkt der Fruchtbarkeit, und wie wir alle wissen, wird die Sonne von nun an wieder langsam an Kraft verlieren. Doch nicht ohne sich noch einmal im aller Kraft aufzubäumen – mit der Sonnenglut im Hochsommer.

Entwicklungs-Verletzungen die hier verborgen liegen können

Gebrochenes Herz – Zweisamkeit – neue gesellschaftliche Rollenvorbilder – materielle Ausrichtung – Berufswahl

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Mit der Zeit des jungen Erwachsenenalters beginnt die Zeit der Verantwortung. Verantwortung für das eigene Leben, den Arbeitsplatz und das Vorankommen. Jedoch auch für die Familie. Partnerschaft, Hochzeit, Schwangerschaft stehen als Herausforderungen bereit. Die Zweisamkeit der Ehe fordert eine neue Kompromissbereitschaft und die gleichzeitige vollkommene Loslösung von den eigenen Eltern. Alles im Leben fordert Zeit und Aufmerksamkeit und bringt die eigenen Grenzen zum Vorschein, die nun in eigene Gesetze zum Tragen kommen. Das eigene Leben wird aufgebaut. Im jungen Erwachsenenalter kommt die Frage nach dem „Was bin ich in der Welt“ zum Tragen. Eine gute Berufswahl, großes Einkommen, bei den Mädels „eine gute Partie“, die Zugehörigkeit zu Gruppe und Vereinen, fördert den Konkurrenzkampf nicht nur im Außen. Die eigene Identität wird an materiellen Dingen festgemacht und die Karriere und ein stetiges Aufwärtssterben stehen im Vordergrund. Man sieht sich und sein Leben als den Mittelpunkt des Lebens an. Unerlöste Frühkindliche Themen können hier zu Identitätsverlust und der Angst vor Zurückweisung führen. Wird die Selbstbezogenheit überwunden, können ähnliche Fixierungen wie Soziale Isolierung, Selbstaufopferung oder Verschmelzung mit anderen ebenso verwandelt werden.

Die Station der Sommersonnenwende bezeichnet auch eine weitere große Lebenswende. Hier können die Fragen nach dem Sinn des Lebens erneut laut werden um die Herausforderung die alten Wunden in Wunder zu verwandeln und die Verletzungen der Kindheit zu heilen.

Inspirationen für dein Loslassen

Ich lasse los …

… die Trauer über den Verlust meiner großen Liebe

… die Wut auf meine Eltern, die immer noch an mir herumerziehen

… den Schmerz darüber nicht meiner Sehnsucht folgen zu können

… die Scham darüber ungewollt schwanger geworden zu sein

Mögen alle Wesen sich an die Liebe in ihrem Herzen erinnern und wieder glücklich sein.

In Liebe. Deine Sirut Sabine.

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2 Kommentare zu „Feuer – Süden – LITHA

  1. Liebe Sabine,
    vielen Dank für diesen Beitrag. Er behandelt ein Thema, das mir seit vielen jahren, beruflich und privat, sehr am Herzen liegt. Daher kann ich jeden deiner Sätze nur unterstreichen 🙂
    Nun möchte ich doch noch eine kleine Geschichte beitragen:
    Anfang der 70-er Jahre hatte die Sängerin Janis Joplin grossen Erfolg mit ihrem Lied „Me and Bobby Mac Gee“. Den Riesenerfolg erhielt der Song u. a. für die Zeile: „Freedom´s just another word for nothing left to losse“ – übersetzt etwa:
    Freiiheit ist, wenn du nicht mehr zu verlieren hast
    oder
    Wenn du losllassen kannst, hast du die Hände frei!
    Aber Loslassen befreit nicht nur, manchmal ist es auch (über)lebennotwendig. Das Festhalten am Drogenkonsum, kostete Janis Joplin mit 27 Jahren das Leben.
    Abschliessend wünsche ich nun uns allen einen schönen Johannistag, und einen schönen Sommer …. den wir ja auch einmal wieder loslassen müssen. Aber zuerst wollen wir ihn geniessen 😉
    <3liche Grüsse, Xaver

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