Reich der Tiere – Süd-Osten – BELTANE

Im Rad des Lebens die Zeit der Pubertät

Was in der heutigen Zeit mit dem „Tanz in den Mai“ seinen Ausdruck findet, ist in dieser Lebensphase eine Explosion an Hormonen, Gefühlen und Emotionen. Die Welt der Tiere ist in Balzstimmung, die Pflanzen öffnen ihre Knospen um die vielen Insekten freudig zu begrüßen, und somit ist alle Welt Bedacht, den Fortbestand zu sichern. Die Zeit der Fortpflanzung hat begonnen und auch unser Bär macht sich auf die Suche nach einer Partnerin. Bei anderen Tierarten beginnen die Revierkämpfe und damit die Vorherrschaft über die Herde der Weibchen.

Und ebenso fühlt sich unser/e Jugendliche/r, weder Fisch noch Fleisch, das andere Geschlecht beobachtend, vielleicht spielerisch jagend, oder Kontrahenten abwehrend. Die Hormone spielen im wahrsten Sinn des Wortes ver-rückt. Man erfährt und erkennt eigene Schwächen, Stärken und Vorlieben, das innere Potential an Gefühlen ist verwirrend und kann Ängste hervorrufen. Doch in ihrer Kraft lebende männliche und weibliche Vorbilder geben Halt und Unterstützung, vielleicht Reibungspunkte, und somit kann der Erfahrungsschatz sich erweitern.

Jahreskreisfest BELTANE – Walpurgisnacht – Tanz in den Mai

BELTANE ist das letzte der drei Frühlingsfeste und zusammen mit SAMHAIN eines der beiden wichtigsten Feste im keltischen Jahreskreis. Genau ein halbes Jahr entfernt markiert es den Beginn des Tagjahres und des Lebens. Zu Beginn des Sommers sind die sexuellen Kräfte in der Welt auf dem Höhepunkt. Es ist die Zeit, in der die Sonne endlich vollständig aus den Fesseln des Winters befreit ist.

In der Walpurgis-Nacht vom 30. April zum 01. Mai fliegen alle Hexen zum Blocksberg. Die Szenarien bedürfen hier keiner weiteren Beschreibung, denn wenn du dir den Maibaum der überall zum Tanz in den Mai aufgestellt ist einmal ganz genau betrachtest, findest du darin eindeutige Hinweise auf den ursprünglichen Hintergrund dieser Zeit.

Du merkst es auch an dir selbst, wer kennt nicht die Frühlingsgefühle, die in dieser Zeit ihren Höhepunkt erreichen. Der Gehörnte ist nun erwachsen, die Große Hochzeit steht bevor, die Vereinigung von Gott und Göttin wird gefeiert. Betrachte die Maibäume die aufgestellt und geschmückt werden, Phallussymbole allerorts, Menschen tanzen Drumherum. Die männliche Kraft der Sonne soll mit der weiblichen Erde verbunden werden. Die Göttin verwandelt sich hier von der Jungfrau zur Mutter.

Entwicklungs-Verletzungen die hier verborgen liegen können

Geschlechtlichkeit – Anerkennung – Zugehörigkeit – Rebellion – Einzelgänger – Gruppenverhalten

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Mit dem Eintritt in die Pubertät verändert sich nicht nur das soziale Verhalten, sondern auch der Körper des Kindes. Die Hormone spielen verrückt, der Körper beginnt seine innere und äußere Form zu verändern. Im Zusammensein mit Freunden und Familie kommt es Vermehrt zu Auseinandersetzungen und Neuorientierungen. Freunde und Gruppen bilden den Hintergrund auf dem der Jugendliche seine Kräfte austestet um sich selbst im Kontrast seinesgleichen wahrzunehmen. Auch für das „andere Geschlecht“ findet sich nach und nach mehr Aufmerksamkeit und Anziehungskraft. Die eigene sexuelle Anziehung wird im Aufeinandertreffen mit gleichaltrigen ausprobiert und der erste Liebeskummer bringt eine neue Komponente ins Spiel. Die Macht der Eltern wird noch stärker in Frage und auf die Probe gestellt, um wieder einmal die eigenen Grenzen neu zu ordnen. Ein starkes und neuerwachtes Zugehörigkeitsgefühl zu Gleichaltrigen oder „Ranghöheren“ in einer Gruppe oder neuen Freunden liegt im stetigen Kampf mit Isolation und Rückzug. Das Leben nimmt eine neue Struktur an. Die Möglichkeit im Spiel der Erwachsenen mitzuspielen ist herausfordernd und einschüchternd zugleich. Selbstüberschätzung, ob von außen oder vom Selbst kann zum Scheitern des Versuchs der ausreichenden Kompetenz und somit zu Minderwertigkeitsgefühlen führen. Dies führt dann durch Arbeits- und Pflichtversessenheit oder Angst vor der Arbeit, zur Angst vor dem Versagen überhaupt.

Die Zeit des „so tun als ob“ ist vorbei und wird durch Bestätigung suchende Handlungen ersetzt. Erikson beschreibt dies mit dem Ich-Satz „ich bin was ich lerne“. Wenn in diesem Lernen allerdings die Leitbilder verzerrt sind, kann Hänschen von Hans nichts lernen, was dieser zuvor versäumt hat. Demzufolge gilt auch hier, dass sich die Lernschritte und Ängste der Eltern und aller Erwachsener prägend auf die Entwicklung des Kindes auswirken. Eine Mutter die ihre Weiblichkeit verleugnet, oder ein Vater der im Ehrgeiz und Konkurrenzdenken gefangen ist sind ebenso wenig hilfreich, wie ein Vollweib ohne Muttergefühle oder ein verweichlichter Vater.

Es ist an uns, unsere weiblichen und männlichen Anteile der Kraft wirklich ehrlich zu betrachten und die Verletzungen in uns zu heilen, um den neuen Kindern neue Vorbilder sein zu können.

Inspirationen für dein Loslassen

Ich lasse los …

… die Scham darüber in diesem Körper sein zu müssen

… die Trauer darüber allein zu sein

… die Wut auf meine Mutter, die nur sich selbst sehen kann

… den Schmerz darüber von meinem Vater nicht unterstützt zu werden

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

 

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