Welche Strategien hast du um bestimmte Dinge zu tun – oder eben nicht zu tun?

Ich habe bei mir sehr interessante Verknüpfungen mit dem Thema Rauchen gefunden. Wieso und in welchen Situationen ich rauche, war mir zuvor nie so bewusst. Schon war mir klar, dass da eine Gewisse Portion Langeweile und Gewohnheit dabei sein musste, doch was sich dahinter verborgen hält war im Moment des Erkennens schon in gewissem Maß erschreckend für mich. Diese Verknüpfungen bestehen im Übrigen mit vielen unserer so liebgewonnen alltäglichen Handlungen, die sich mit dem Erkennen plötzlich in bewusste Entscheidungen verwandeln können.

1 Das Rauchen aus Langeweile

Wenn ich keine Ahnung habe, was ich mit mir machen soll, oder auch keine Lust habe, mich mit mir selbst zu beschäftigen. Manchmal denke ich auch „mir ist langweilig – auch dann geh ich mal Rauchen“. Im Grunde ist die Langeweile ja auch eine Vermeidungsstrategie in allen Richtungen. Ich weiß, ich hätte noch dieses oder jenes zu tun, und hab aber gerade überhaupt keine Lust dazu.

2 Rauchen als Belohnung – aber auch Bestrafung

Oh ja, zur Belohnung – DAS hab ich geschafft, und nun gönne ich mir eine Zigarette. Und mein Aufwasch ist erledigt, dann kann ich eine Rauchen. Dies und das ist fertig – ich rauche. Über den Tag verteilt fordert diese Strategie eine Menge Zeit, Geld und Gesundheit.

Doch auch das Gegenstück dazu – nun hab ich das wieder nicht gemacht! – Das hätte ich noch machen sollen! – Wieso bin ich da nicht drauf gekommen? – Ich muss noch…! Ich wollte doch…! Hätte ich nur…! Und mit jedem Vorwurf eine Rauchen! Wenn du das nicht hinbekommst, wieso dann überhaupt Leben?!

Allein diese Aussage in meinem Inneren sitzt wie ein Schock in den Zellen und der Ursprung hierzu darf nun geheilt und losgelassen werden.

3 Als Vorsichtsmaßnahme

Bevor die Aufregung zu stark wird. Vor einem wichtigen Termin. Immer wieder aus Angst heraus, von den vor mir liegenden Aufgaben, Dingen, Wegen, Richtungen überfordert zu sein. Und die Vorsichtsmaßnahme geht einher mit der Strategie der Gefühlsunterdrückung.

4 Rauchen zur Gefühlsunterdrückung

Böse Gefühle dürfen nicht gezeigt werden – und zu viel Gefühl schon erst recht nicht. Damit ist meine Umgebung überfordert und ich glaube daran. Selbst mit dem Ausdruck meiner Liebe und Zuneigung besteht wohl die Gefahr meine Umgebung zu verletzen. Ein klassisches altes Über-Lebens-Muster aus den frühen Stadien der Kindheit. Du sollst nicht weinen! Du sollst lieb sein! Du sollst nicht wütend sein! Du sollst nicht so vorlaut sein! Da kannst du nicht mitreden! Das verstehst du nicht! Das darfst du aber so nicht sagen! Ich weiß gar nicht, wie viele Verbote da noch reinspielen. Doch der Hintergrund daraus ist immer wieder die Angst, meine Gefühle auszudrücken und somit dann andere zu verletzen und dafür bestraft zu werden.

5 Vermeidungsstrategie

Ja, die ist auch klasse, denn dadurch, dass ich sage „Ich geh mal grad eine Rauchen“, kann ich mich um viele scheinbar unangenehme Dinge drücken. Als Kind musste ich immer zur Toilette, wenn ich beim Abwasch helfen sollte.

6 um Zeit zu schinden

Zeit um unangenehme Dinge noch etwas vor mir her zu schieben, oder auch scheinbar schöne Momente noch etwas länger zu genießen.

7 und um Zeit für mich zu haben

In meiner Familie sind nur eine Handvoll Raucher, und an großen Familientreffen gibt mir das Rauchen dann eine schöne Ausrede, mich hin und wieder – oder auch öfter – von den nicht so geliebten Menschen zu distanzieren. Klar denke ich in diesen Pausen auch darüber nach, wieso ich überhaupt auf der Feier bin, und somit kann ich ansatzweise die dazugehörenden Strategien erkennen, und doch fehlt manchmal der Mut zu sagen – Schluss jetzt, ich gehe.

Diese Ausführung ist bei weitem nicht vollständig, doch diese Schlüsselmomente möchten dir anhand meiner Symbole, die ich mir irgendwann in Bezug auf das Rauchen „zurechtgelegt“ habe, den Impuls geben, dir deine eigenen Symbole und Strategien anzuschauen.

Welche von diesen Strategien wirken bei dir?

Hast du noch weitere – oder andere?

Willst du wirklich damit weitermachen? Oder bemerkst du auch, dass das Bewusstmachen der Strategien eine klare Entscheidung von dir fordert?

In Liebe.

Sirut Sabine

ALLES ist mit allem verbunden, eingebunden in das Große Muster der Welt. Nur du selbst kannst herausfinden, wo dein Platz ist und wie du ihn voller Freude ausfüllen kannst. Lass die Freude deines Herzens dein Kompass sein!

Bist du bereit für den nächsten Schritt ?

Wenn du Fragen und Anregungen für mich hast, schreibe sie doch einfach in den Kommentar, denn nur so kann ich erkennen was dir wichtig ist und ob der Beitrag wirklich unterstützend für dich ist.

© Sirut Sabine Haller

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