Wenn ich mich in meiner Partnerschaft unwohl fühle …

Wenn ich mich in meiner Partnerschaft unwohl fühle …

… ist das der erste Hinweis, zu schauen, was dieses Gefühl auslöst, und was ich in mir und an meiner Wahrnehmung verändern kann.

Was kann ich tun?

Zuerst einmal sich selber eingestehen, dass etwas nicht stimmt. In der Bereitschaft, sich selber absolut ehrlich die momentane Situation anzuschauen liegt schon der erste Schritt in Richtung Heilung verborgen. Doch dieses wahrhaftige Hinschauen fällt schwer. So oft in unserem Leben sind wir womöglich Kompromisse eingegangen, das wir nicht mehr wahrnehmen können, was wahr und was aufgelegt ist. Es erfordert ein gehöriges Maß an Mut und Bereitschaft, die Masken abzulegen und nackt der Wahrheit gegenüber zu treten. Ohne diese Offenheit bleibt jeder Veränderungsversuch eben nur ein Versuch, und die vielen Rollen, die dabei gespielt werden wollen, rauben zusätzlich Kraft. Zur Offenheit gehört auch das offene Gespräch mit dem Betroffenen, wenn man feststellt, dass eine Ehe vorüber ist.

Wie gehe ich vor, ohne den anderen zu verletzen?

Das kann nur in einem wirklich offenen Gespräch herausgefunden werden. Hierzu sollten beide bereit sein, und willens, auf Vorwürfe und Schuldzuweisungen zu verzichten. Diese gab es in der Vergangenheit sicherlich zur Genüge. Die eigene Sichtweise ist von belang. Das was ich fühle. Und sich das anzuhören, was der Partner fühlt. Oft weichen diese beiden Standpunkte weit voneinander ab, und haben nun die Möglichkeit einer Annäherung, oder man stellt fest, dass beide die gleiche Sichtweise teilen und ein Ende der bessere Neustart sein kann. Wenn man aber gemeinsam feststellt, dass die noch vorhandene Liebe nicht für weitere 20 – 30 Jahre oder mehr ausreicht, haben sicherlich beide eine neue Chance verdient.

Steht wirklich eine Trennung bevor?

Ob nun Trennung oder Neuanfang der Beziehung, in jedem Fall gibt es immer und überall die passende Hilfe und Unterstützung. Von der Paarberatung, über Familienstellen oder Releasing, hin zu Frauenhäusern, es gibt eine riesen Auswahl an Themen und Möglichkeiten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Hilfe da ist, und dass ein Rosenkrieg vermeidbar ist. Im klaren Miteinander sprechen lassen sich sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede herausfinden. Es ist nicht Zwangsläufig die Frau immer das Opfer und die Hilflose in solchen Themen. Doch egal, wie die Täter-Opferrollen sich arrangieren, jeder hat die Wahl daraus auszusteigen. Gelassenheit und Vergebung sind eine starke Unterstützung und lassen so manchen Angriff ins Leere laufen.

Wandlung braucht Zeit!

Das wichtigste in einem Trennungsprozess ist die oben angesprochene Ehrlichkeit und Geduld. Es gibt keine „von-jetzt-auf-gleich“ Lösung, wie uns die Werbung in so vielen Dingen einzureden versucht. Wandlung braucht Zeit! Und nach vielen Ehejahren will auch das Alleinsein erst wieder neu erfahren werden. Wie das Leben selbst, braucht auch eine Trennung die Aufeinanderfolge von Aussäen, Keimen, Wachsen, Reifen und Ernten. Es genügt nicht, ein oder zweimal etwas tiefgreifendes zu tun und daraus zu folgern, das sich nun alles zum Guten wenden wird. Es ist wie beim Fahrradfahren lernen, auch hier mussten wir üben, üben, üben, und sind nach jedem Sturz doch wieder aufgestanden und weiter gefahren.

Mögen alle Wesen sich an die Liebe in ihrem Herzen erinnern und wieder glücklich sein.

In Liebe. Deine Sirut Sabine.

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