Wo hört Wegschauen auf und wo fängt Hilfe an?

Ein Artikel über Autismus, vom 22.01.2014 in unserer Zeitung zeigte mir deutlich, wo Hilfe und Unterstützung gebraucht wird, und wo die Menschen von sich aus bereit sind zu handeln und neue Möglichkeiten entstehen zu lassen.

Doch dieser Artikel warf weitere Fragen auf.

Wieso werden an den Schulen keine „Lebensvorbereitenden“ Fächer angeboten?

Unsere Kinder gelten zwar ab dem 18. Lebensjahr als Volljährig und ab 21 als Erwachsen, doch mit welchem sozialen Hintergrundwissen ist das gerechtfertigt?

Mir liegt fern, hier alle über einen Kamm zu scheren, doch was nutzen die ausgefallensten Rechenarten, wenn sich niemand mit Haushaltspflege und Kindererziehung (wobei mir das Wort nicht wirklich gefällt – doch das ist ein anderes Thema) auskennt?

Wenige haben doch die Möglichkeit von Eltern und Großeltern zu lernen, oder Unterstützung zu erhalten. Und sollen nur der Unwissenheit ihrer Kinder wegen, deren Eltern nun die Kinder ihrer Minderjährigen Kinder betreuen und aufziehen? Wieso halten sich TV-Sendungen wie „Teenie Mütter in Not“? Weil niemand da ist, der diesen Mädchen die benötigten Werte zur Betreuung ihrer Babys vermittelt. Dabei sollte schon vor der Zeugung eines Kindes bewusst sein, wieviel Verantwortung ab einem solchen Zeitpunkt ins Leben zieht.

Solange sich der Lernstoff in den Schulen nicht verändert, und keine tiefgreifende Aufklärung und Lebensvorbereitung geschieht, obliegt es uns als Elterngeneration, unsere eigenen verletzten Kindheitstraumata zu heilen und loszulassen, um den eigenen Kindern eine erweiterte Sicht auf eine alles umfassende Zukunft vorzuleben.

Solange Tabuthemen ignoriert und weggeleugnet werden, werden die Vorurteile und das Alleinlassen körperlich und geistig beeinträchtigter Menschen fortgesetzt und die überforderten Teenie Mütter weiterhin einen TV-Sendeplatz behalten.

Vom bequemen Sofa aus sind diese Geschichten eben einfach Fernsehsendungen oder Kinofilme wie z.B. Rainman, die die Kassen der Sender und Produzenten klingeln lassen.

Mögen alle Wesen sich an die Liebe in ihrem Herzen erinnern und wieder glücklich sein.

In Liebe. Deine Sirut Sabine.

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