Mut zur Entscheidung

Mit dem Mut, eine Entscheidung zu treffen, kommen die neuen Wege beinahe von allein.

Nun habe ich beinahe drei Jahre in einem Halbtagsjob in der Unterhaltsreinigung verbracht, der ab der Hälfte eher eine Qual als lebensbereichernd war. Zugegeben, die Kolleginnen haben ihr Möglichstes getan um mich zu unterstützen, doch im Grunde konnten auch sie meine Entscheidung nur herauszögern. Ende Oktober war es dann soweit, dass die Ereignisse sich überschlugen und in mir immer mehr Unmut und Frust heranwuchsen.

Durch unterstützende Gespräche mit lieben Freunden konnte ich eine kraftvolle Energie in mir wahrnehmen, die ich schon beinahe verloren glaubte. Mit einem Mal spürte ich ein Gefühl von getragen-sein und Sicherheit, welches mir eine Ahnung von dem vermittelte, was da womöglich noch alles auf mich wartet.

Also machte ich mich daran, meine Kündigung zu formulieren und mit dem Enddatum 31.12. abzuschicken. Gleichsam mit diesem Schritt begab ich mich in die Mühlen der Bürokratie der Arbeitsvermittlung.

Es folgte ein stetiger Wechsel von Loslassen des Alten und bereitwilligem empfangen dessen, was sich im täglichen Leben zeigte. Ohne verurteilende Bewertung ging ich Schritt für Schritt auf das Neue zu, nicht ahnend, was mir begegnen sollte und wollte.

Erst einmal erwarteten mich auszufüllende Formulare und noch vor einem endgültigen Bescheid die ersten Bewerbungsaufforderungen. Mein Verstand las fragend die Stellenausschreibung und suchte in seinen Archiven nach Gründen, Erklärungen und Maßregelungen, die allesamt behaupteten, das eine Halbtagsstelle in einer Bäckerei (in der Backstube) mit vielen Hindernissen und Einschränkungen einhergeht. Ohne mir irgendwelche Hoffnungen zu machen sendete ich eine Bewerbung. Und dann war da auch noch Weihnachten und der Jahreswechsel – was sollte da schon kommen.

Doch Unverhofft kommt oft, und ich erhielt noch vor dem Jahreswechsel einen Anruf mit einem Termin für ein Vorstellungsgespräch. Immer noch projizierte mein Verstand Vorurteile, die mich jedoch nicht davon abhielten den Termin wahrzunehmen. Nun habe ich bereits vier Tage zur Probe gearbeitet – von 4 Uhr in der früh bis um 10 Uhr – und in der kommenden Woche darf ich meinen Vertrag unterschreiben.

Somit habe ich nicht nur ganz andere Arbeitszeiten, sondern auch noch weniger Stunden für mehr Gehalt. Schöner hätte ich es mir kaum wünschen können, vor allem hätte ich nie in diesem Bereich gesucht.

Ich möchte dir mit meiner Geschichte Mut machen, auf den Fluss des Lebens zu vertrauen. Wenn du alles in deiner Macht stehende geklärt und versucht hast, wage doch einfach mal den Schritt in eine womöglich ganz neue Erfahrung.

Mögen alle Wesen sich an die Liebe in ihrem Herzen erinnern und wieder glücklich sein.

In Liebe. Deine Sirut Sabine.

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